Theaterzentrum Bochum sucht die Öffentlichkeit

Die Pianistin Elisabeth Leonskaja.
Die Pianistin Elisabeth Leonskaja.
Foto: WR/Franz Luthe
Was wir bereits wissen
Viele verschiedene Angebote vom Schauspiel bis zur Klassik. Am 24. April ist Elisabeth Leonskaja zu Gast.

Bochum.. Das Folkwang Theaterzentrum – ehemals Schauspielschule Bochum – fand im letzten Jahr in dem umgebauten Thürmer-Saal ein neues Zuhause. Erklärte Absicht der neuen Kreativ-Institution ist die Öffnung nach Außen. Das gelingt durch viele verschiedene Angebote, die das Zentrum an der Friederikastraße inzwischen zu einem noch jungen, aber attraktiven Veranstaltungsort in Bochum werden ließen.

Von Schubert bis Schönberg

Die 1939 von dem damaligen Intendanten Saladin Schmitt gegründete Westfälische Schauspielschule Bochum gehört bereits seit dem 1. Januar 2000 als eigenständiger Diplomstudiengang zur Folkwang Universität der Künste Essen. Im Rahmen der traditionell engen Bindung an das Schauspielhaus - bis in die 70er Jahre waren die Intendanten immer auch die künstlerischen Leiter der Schule - erhalten die Studierenden des jeweils 3. Jahrganges jedes Jahr die Gelegenheit, in einer Inszenierung an der Königsallee mitzuwirken.

„Im Westen nichts Neues“

Jüngstes Zeugnis dieser Kooperation ist die Aufführung von Erich Maria Remarques Anti-Kriegs-Klassiker „Im Westen nichts Neues“, die Henner Kallmeyer mit den Schauspielschüler/innen Luana Velis, Miriam Haltmeier, Stefan Herrmann, Michael Knöfler, Luca Zahn, Christina Jung, Benjamin Werner, Maximilian Pulst und Andreas Rother zeitgemäß verfremdet im Theater Unten eingerichtet hat (Premiere am 26. März). Die nächsten Aufführungen sind am Mittwoch (22.4.) um 19.30 Uhr und am Montag (27.4.) um 19 Uhr (Karten 0234/3333-5555).

Der ehemalige Thürmer-Konzertsaal fungiert nun als zentraler Aufführungsraum für die Folkwang-Schule, gleichwohl finden nach wie vor klassische Musikaufführungen, zumal pianistische statt. Als nächster Künstler stellt sich am Samstag (11.4.) Jacob Leuschner mit einem Programm vor, das u.a. Beethovens Andante F-Dur, Mozarts Sonate A-Dur KV 331 und Franz Schuberts Zwölf Deutsche Tänze gen. „Ländler“ D 790 umfasst (19.30 Uhr, AK 18/erm 13 Euro).

Freuen darf man sich auch auf ein Klavierabend-Extra, bei dem am Freitag (24.4.) Elisabeth Leonskaja an der Friederikastraße gastiert. Die russische Grande Dame spielt u.a. Beethovens Fantasie op. 77, Schönbergs Drei Klavierstücke op. 11 und Schuberts Sonate a-Moll D 784. Der Klavierabend wird, auch das eine Besonderheit des veränderten schulischen Zuschnitts, als Kooperation der Thürmer-Stiftung mit der Folkwang Universität angeboten (20 Uhr, AK 33/erm. ermäßigt 28 Euro).