Theater Rottstraße 5 macht Krieg in Afghanistan zum Thema

Szenenfoto  mit Tobias Amoriello (Zia), Nicolas Martin (Gary)
Szenenfoto mit Tobias Amoriello (Zia), Nicolas Martin (Gary)
Foto: RS 5
Was wir bereits wissen
Erste Regiearbeit von Maximilian Strestik hat am 22. Juni im Bochumer Off-Theater Premiere.

Bochum.. Afghanistan 2006. Hochsommer. Brüllende Hitze. Eine Baracke irgendwo in der Provinz: Gary, ein britischer Soldat, und Hafizullah, ein Rekrut der afghanischen Armee, bewachen einen bewusstlosen Gefangen: Zia. Als der zu sich kommt, stellt sich heraus, dass er Engländer ist. Ist er ein Terrorist oder wurde er – wie er behauptet – von den Taliban entführt? Offizier Mannock will der Sache auf den Grund gehen...

Beklemmender Psychokrimi

Das ist der spannende Plot des Schauspiels „Afghanistan“, der nächsten Premiere im Theater Rottstraße 5. Eingerichtet hat das Kammerspiel Maximilian Strestik, Bochums Theatergängern als wandlungsfähiger, oft gebuchter Schauspieler bekannt. Nun versucht sich Strestik erstmals an einer eigenen Regiearbeit. „Ich hatte ,Afghanistan’ vor Jahren in Münster gesehen, und war sehr beeindruckt“, sagt Strestik. Schließlich wurde seine Idee für die Rottstr.15-Jugendsparte „Young’n’Rotten“ angenommen. In ehemaligen Y’n’R-Mitspielern hat Strestik denn auch seine jungen Bühnenakteure gefunden. „Eine reine Jugendproduktion ist es aber nicht geworden“, schränkt der Regisseur ein, „die Schauspieler haben alle bereits in anderen Produktionen mitgespielt.“

Aufführung in Echtzeit

Angekündigt ist ein beklemmender Psychokrimi, der menschliche Schwächen, Ängste, Aggressionen und Befindlichkeiten in Echtzeit verdichtet; die Aufführungsdauer von 1:15 Stunden entspricht der Zeit, in der sich die Soldaten in der afghanischen Wüste aneinander abarbeiten: Gary, dessen Kamerad beim morgendlichen Feindkontakt schwer verletzt wurde, will Blut sehen. Zia wird klar, dass es bald keine Rolle mehr spielt, ob man ihm glaubt oder nicht. Und Hafizullah will eigentlich nur schlafen...

Premiere am 22. Juni, 19.30 Uhr, AK 13 Euro.