Theater, Kunst und Musik am Wochenende

Szenenfoto aus „Viel Lärm um nichts“.
Szenenfoto aus „Viel Lärm um nichts“.
Foto: Arno Declair
Viel los: von der Shakespeare-Premiere im Schauspielhaus bis zum BoSy-Familienkonzert.

Bochum.. Das Wochenende hat es, kulturell gesehen, wieder einmal in sich. Theater, Musik, Kunst: alles da. Eine kleine Handreichung zur Orientierung.

Schauspielhaus

Was das Schauspielhaus angeht, wird natürlich mit allergrößter Erwartung auf „Viel Lärm um nichts“ geschaut (Premiere heute 19.30 Uhr, Restkarten an der Abendkasse). Der Shakespeare-Klassiker ist per se interessant, aber gerade auch wegen der Vorgeschichte ausgerechnet dieser Einrichtung. Bekanntlich hat Regisseur Lukas Langhoff zurückgezogen; umso gespannter darf man sein, ob das gewichtige Werk dennoch gewichtig zu Ende geführt werden konnte.

Prinz Regent Theater

Diese Frage stellt sich im Prinz Regent Theater, Prinz-Regent-Straße 50-60, nicht, denn dort gibt’s heute und morgen mit „Macbeth“ eine Einrichtung, deren Güte feststeht; Premiere war im November. Sibylle Broll-Pape gelingt eine komprimierte Shakespeare-Deutung, durch die das Ungeheure des Dramas – der Weg eines Menschen in die Selbstzerstörung – eindringlich fassbar wird: zwei intensiv gespielte Stunden, die wie im Fluge vergehen (19.30 Uhr, AK 18/erm. 9 €).

Kunstmuseum

Im Museum, Kortumstraße 147, geht morgen die große Ausstellung „Sparsha. Berührung der Sinne“ zu Ende. Zu sehen ist zeitgenössische Kunst aus Indien, wobei sich in den Malereien, Installationen und Filmen spannende, uns hierzulande manchmal „fremd“ erscheinende Wechselwirkungen zwischen Religion und Kunst herauskristallisieren. Aber gerade das ermöglicht es, den westlichen Blick aufzubrechen, um Wahrnehmungs- und Gestaltungsformen besser erkennen zu können. Ganz davon ab, ist die vielgestaltige Schau tatsächlich dazu angetan, die Sinne zu betören (Sa. u. So., 10 bis 17 Uhr, Eintritt 5/erm. 2,50 Euro).

Bochumer Symphoniker

Eigenwillig geht es auch bei den Bochumer Symphonikern zu, die beim Familienkonzert „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ morgen (1.2.) Musik zum Sehen und Bilder zum Hören präsentieren. Erzählt wird – ganz ohne Worte – die Geschichte von der kleinen Kreide, die davon träumt, einmal kreativ sein zu dürfen, und nicht bloß „doofe“ Wörter und Zahlen an die Tafel schreiben zu müssen. Live zum Bühnengeschehen wird die kindgerechte Geschichte durch Videoprojektionen illustriert (11 und 13 Uhr in den Kammerspielen, Königsallee 15, Eintritt 10 Euro).