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Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin

08.10.2009 | 13:22 Uhr
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin

Bochum. Das Elektroauto "Th!nk City" war auf Einladung des Netzwerkes ruhrmobil-E auf Bochums Straßen unterwegs. Der benzinlose Flitzer schafft mit einer Akkuladung ungefähr 170 Kilometer, wurde in Norwegen entwickelt und wird in Finnland produziert.

Er ist klein und geschmeidig und schnurrt wie ein Kätzchen: der Th!nk City. Am Mittwoch ist er über Bochums Straßen gestrolcht und hat die Blicke verzückter Passanten und überraschter Autofahrer auf sich gezogen. Der Th!nk City ist ein Elektroauto, schluckt kein Benzin, mag nur Strom. Das Netzwerk ruhrmobil-E hatte dem kleinen Flitzer den Weg nach Bochum gewiesen: „Wir möchten Elektroautos stärker in die Köpfe bringen und sie als echte Alternative vorstellen”, sagt Christian Seger von den Stadtwerken. Die Stadtwerke sind an dem Netzwerk ruhrmobil-E ebenso beteiligt, wie Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft sowie Experten aus Verwaltung und Hochschule.

Ladestationennetz im Ruhrgebiet noch grobmaschig

Die Vorarlberger Firma Reffcon ist für den Vertrieb des Elektroautos zuständig. Die Reise aus Österreich ins Ruhrgebiet hat der Th!nk City allerdings nicht allein angetreten, er wurde transportiert, denn sonst wäre es ein langer Weg geworden. Er ist als Cityauto konzipiert, schafft mit einer Akkuladung ungefähr 170 km, dann muss er erstmal neue Energie tanken, die er aus der Steckdose bzw. aus den Stromtankstellen bekommt. „Das Auto wurde in Norwegen entwickelt und wird in Finnland produziert”, sagt Marcel Francan von Reffcon.

„Das Ladestationennetz ist selbst im Ballungsraum Ruhrgebiet grobmaschig”, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Spohn. ruhrmobil-E will dafür sorgen, dass sich die Infrastruktur verbessert. In Bochum seien bisher sechs Ladestationen vorhanden, die nutzen die Stadtwerke beispielsweise für ihre vier Elektroroller, mit denen Mitarbeiter unterwegs sind.

Handlich und fahrerfreundlich

Im Fahrtest stellt sich der Th!nk City als handlich und fahrerfreundlich heraus. Einzig die fehlende Servolenkung, die aber demnächst serienmäßig vorhanden sein soll, und sein für diese Größe recht stolzer Preis von 31 000 Euro führen zu Abstrichen. Marcel Francan von Reffcon geht davon aus, dass die Nachfrage nach Elektroautos steigen wird. Ein Autohaus aus dem östlichen Ruhrgebiet habe bereits Interesse angemeldet, Service-Center zu werden.

„Auch normale Autos können zu Elektrofahrzeugen umgerüstet werden”, sagt Francan. Bei einem Fiat 500 beispielsweise müsse man für die Umrüstung allerdings über 10 000 Euro kalkulieren.

Kirsten Simon

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Kommentare
11.10.2009
12:52
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von meri | #12

Die erste Welle ... fährt bei Autos in Richtung HYBRIDE (reine 100% E-Autos sind einfach noch zu teuer). Anders verhält es sich bei E-Ansätzen auf 2 (bzw. 3 Rädern):
E-Solex Mofa (fährt u. kaufbar; vornehml. Frankreich),
E-Roller (diverse; in vielen Ländern kaufbar),
E-Mini-Mobilitätslösungen (segway u.a. Kleinlösungen; kaufbar in vielen EU-Ländern)

E-Lösungen auf 4 Rädern finden dagegen heute, 2009, dagegen noch mehr in Studien und Werbeauftritten statt. Es sind mehr Image- als gelebte Technologieträger. Es ist halt so. In ca. 5 Jahren werden mehr E-Dinge auf 4 Rädern zu sehen sein ... es braucht seine Zeit und viele Kostensenkungen, die auch mit den Stückzahlen kommen werden.

Ein E-Fahrrad, E-Roller, E-Mofa, E- ... sind auch realitätsnahe Lösungen, die keine Studien sind und schon heute gekauft werden können .... jedes Jahr nehmen hier auch Lösungen zu; bei fallenden Preisen. In vielen Dingen muss E-Mobilität somit nicht immer E-Auto bedeuten. Kleine E-Lösungen kann man zudem mit in den Keller oder in die Wohnung nehmen. Eine Garage für große 4-rädrige Lösungen hat nicht jeder; einen Stromanschluß außerhalb der Wohnung/Keller auch nicht.

09.10.2009
22:14
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von Smartdriver | #11

@7
bei Herrn Bovensiepen werde ich aber auch eher fündig, wenn es um den Kauf eines AUTOS geht.
Diesen Klatschbirnenexpress im Gegenwert einer B7 Anzahlung verkaufte mir niemand.

09.10.2009
11:34
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von Pete2009 | #10

Totale Volksverdummung - alles nur ein Vorwand dem nächst Atomkraftwerke bauen zu dürfen, denn wie bitte will man die Dinger sonst nachts laden. Und vor allem wie soll das gehen, wenn man kein Eigentum oder Garage sein Eigen nennt - mit der Kabeltrommel aus dem Fenster raus?

31.000 Euro (Zur Erinnerung das sind fast 62.000 DM) für ein Auto dessen Nutzwert noch unter dem eines Smart liegt, der auch schon völlig überteuert ist. Da ist ja selbst dieser grottenhäßliche Prius noch ein Schnäppchen .

09.10.2009
10:07
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von Banjoboy10 | #9

@doctoranonymus,
aber erst warten Sie 3 Tage bis die Anderen mit dem Ladevorgang fertig sind.

09.10.2009
10:02
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von hartzvierer | #8

1.100 kg Leergewicht, 31.000 € Anschaffung für ein Stadtauto...
Dieses Auto mag kein Benzin.
Dieses Auto braucht kein Mensch!

Entweder man baut tatsächlich ein auf 70 km/h limitiertes Elektro-Cityauto mit identischem Raumangebot, aber mindestens 40% weniger Gewicht oder man lässt es gleich ganz sein.

Bevor hier wieder die CO2-Experten aufmerken:
Die Bilanz ist bei einer Benzinkutsche wie dem Smart BEI WEITEM besser!

09.10.2009
09:38
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von ams | #7

#2 da haben Sie die Zitate von Herrn Bovensiepen aber ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen.

09.10.2009
08:48
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von doctoranonymus | #6

Zitat:
...dann muss er erstmal neue Energie tanken, die er aus der Steckdose bzw. aus den Stromtankstellen bekommt....

und warum sagt keiner wie lange der Tank-Vorgang dauert??
ich glaub nämlich nicht das irgendwer lust hat stundenlang auf dem hof der stadtwerke rumzulungern, nur um zu warten bis die akkus wieder voll geladen sind..

08.10.2009
23:05
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von Smartdriver | #5

Verkehrslärm, gerade auf Autobahnen, entsteht im übrigen keineswegs vordergründig aus dem Antriebsstrang, sonder vielmehr durch das Reifenabrollgeräusch und den Luftzug.
Ob auf dem Motor nun V8 oder Robert Krups steht ist dabei eher unerheblich.

08.10.2009
21:38
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von weotui | #4

Es ist für mich erschreckend, welche Häme dem Elektroauto entgegen schlägt. Es wird dabei übersehen, dass wir uns den Individualverkehr von heute eigentlich nicht mehr leisten können. Nur das Elektroauto bietet die wahrscheinlich letzte Chance, den Mobilitätskomfort, den wir heute geniessen, zu bewahren. Nur dass das Elektroauto nicht mehr so aussehen wird, wie wir es von der Benzinkutsche gewohnt sind: Es wird leichter, kleiner und in der Reichweite beschränkt sein. Fernreisen werden wir in Zukunft mit einer hoffentlich besser funktionierenden Bahn machen., z.B. in dem wir unser Elektromobil Huckepack auf den Zug laden. Ich für meinen Teil freue mich auf das Ende des Zeitalters des Verkehrslärms und der Öl-Skalverei. Ich bin bereit, dafür einen Preis zu bezahlen.

08.10.2009
19:51
Th!nk City: Dieses Auto mag kein Benzin
von DerOberschwabe | #3

Immer wieder diese Henne - Ei Poblematik. Die Elektroautobauer sagen es müssten mehr Stromtankstellen her, die Stromanbieter sagen, es lohnt sich nicht mehr Stromzapfsäulen zu bauen bei so wenig Elektrofahrzeugen.

Keines der beiden Argumente jedoch ist ausschlaggebend für so wenig angemeldete Elektroautos. Die echten Gründe sind die folgenden:

1. Es gibt fast gar keine Elektroautos zu kaufen. Glauben Sie nicht? Dann versuchen Sie mal eines zu bestellen.
2. Der Preis ist nicht nur zu hoch, sondern sogar exorbitant zu hoch.
3. Elektroautos werden auf absehbare Zeit nicht erheblich günstiger werden.
4. Es ist nicht wirklich umweltfreundlich, wenn man mal die echte CO2 Bilanz eines Elektroautos samt Batterie und deren Herstellung mit betrachtet.
5. Niemand kauft Elektroautos, die fast keine Sicherheit, Komfort und Reichweite bieten.

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