Teutonia Ehrenfeld freut sich über Auszeichnung

Ehrenfeld..  Der Landesverband der Grünen hat zwei Initiativen der Flüchtlingsarbeit mit dem „Grünen Marabu“ ausgezeichnet.

Vor allem freute sich der Fußballclub DJK Teutonia Ehrenfeld über die Auszeichnung. Der Verein hatte Asylbewerber aus dem benachbarten Heim an der Wohlfahrtstraße kurzerhand in seine Mannschaften mit aufgenommen. Ebenfalls mit dem „Grünen Marabu“ ausgezeichnet wurde der Verein „Ausbildung statt Abschiebung” aus Bonn, der jungen Flüchtlingen berufliche Perspektiven bieten möchte.

Beide Vereine erhielten als Preisgeld jeweils 500 Euro. Sylvia Löhrmann, stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin, überreichte ihnen den Preis. In ihrer Laudatio lobte sie das herausragende Engagement der beiden Initiativen: „Über Integration zu reden ist ein wichtiger Schritt. Der andere wichtige Schritt ist es, Integration praktisch zu gestalten und zu leben. Und genau das machen unsere beiden Preisträger. Sie begegnen Flüchtlingen, sie schaffen neue Orte der Begegnung, und helfen so gerade den jugendlichen Flüchtlingen dabei, in ihrem neuen Leben Fuß zu fassen.“

Der „Grüne Marabu“ wurde im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um zivilgesellschaftliches Engagement zu ehren. „Politischer Fortschritt wäre ohne die ehrenamtliche Arbeit vor Ort kaum möglich“, sagt Frank Taschner, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Rathaus.

Schnell sei klar gewesen: „Der Preis soll an Vereine gehen, die sich für Menschenrechte und Integration und gegen Rassismus einsetzen“, sagt Taschner.

Knapp 40 Initiativen und Einzelpersonen aus dem ganzen Land seien dafür vorgeschlagen worden. Taschner: „Von Tanzgruppen bis hin zu Flüchtlingsselbstorganisationen war fast alles dabei. Die Jury hatte eine schwierige Aufgabe.“

Barbara Jessel, grüne Ratsfrau aus Bochum, hatte Teutonia Ehrenfeld nominiert. Der Preis wird verliehen vom Landesverband der Grünen NRW sowie von den beiden Europa-Abgeordneten Terry Reintke und Sven Giegold.