„Terrorakt beschmutzt den Propheten“

Mit klaren Worten reagiert der 2. Vorsitzende des Bochumer Bildungszentrums Ahmet Budur in einer Stellungnahme auf den Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“: „Mit großer Wahrscheinlichkeit wären viele Muslime nicht mit allem einverstanden gewesen, was in der Vergangenheit in dem Magazin veröffentlicht wurde. Kein Gläubiger Mensch würde sich freuen, wenn ein Prophet, ob Moses oder Muhammad( Friede sei mit ihm), der Papst oder ein Heiliger einer Religion beleidigt wird“, schreibt Budur. Was aber in Paris passiert sei, könne nicht die Antwort sein. „Wir Muslime in Bochum akzeptieren es nicht und verurteilen es aufs Schärfste.“

Vielfalt der Religionen „gottgewollt“

Der Koran selbst bezeichne die Vielfältigkeit der Religionen als „gottgewollt“. Die Terroristen hätten daher den Namen des Propheten missbraucht und dessen Ansehen in den Schmutz gezogen. Budur: „Wir glauben weiterhin an ein friedliches Zusammenleben, wenn es auch ein sehr steiniger Weg sein mag. Überlassen wir unsere Gesellschaft nicht den Radikalen und Terroristen, die keineswegs den Islam vertreten, und auch nicht den rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Organisationen in Deutschland, die nicht Vertreter des deutschen Volkes sein können.“

Das 1998 gegründete Bildungszentrum ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Migranteneltern, das Hilfen im schulischen und beruflichen Bereich anbietet.