Tagesbruch sorgt für Sperrung der Limbeckstraße in Werne

Gestern Morgen an der Limbeckstraße: Die Polizei untersucht den Tagesbruch, nachdem sie die Straße gesperrt hat.
Gestern Morgen an der Limbeckstraße: Die Polizei untersucht den Tagesbruch, nachdem sie die Straße gesperrt hat.
Foto: Wicho Herrmann
Was wir bereits wissen
35 Zentimeter breites und 1,50 Meter tiefes Loch auf der Limbeckstraße in Werne. Auf der Verbindung von Werner und Harpener Hellweg geht nichts mehr.

Bochum-Werne.. „Wie komme ich jetzt zur Baustelle für die Kanalbaumaßnahme am Harpener Hellweg?“, knurrt der Fahrer eines schweren Betonmischfahrzeugs gestern um 9.30 Uhr auf der Limbeckstraße. „Wann kommt der Bus?“, fragt wenig später eine ältere Dame an der Haltestelle.

Die Antwort der Stadt kommt am Nachmittag: Über diese Straße geht in den nächsten Tagen nichts mehr. Die Limbeckstraße ist für Autos – und damit auch für die Buslinie 336 – voll gesperrt, und zwar ab dem Fußweg bis zur Straße „Auf dem Gericht“. Fußgänger und Radfahrer kommen weiterhin durch. „Der Grund ist ein etwa 35 Zentimeter breiter Tagesbruch auf der Fahrbahn in Richtung Werner Hellweg“, erklärt Stadtsprecherin Barbara Gottschlich: „Das Tiefbauamt hofft, die Straße in wenigen Tagen wieder freigeben zu können.“

Folge: Wer vom Werner Hellweg aus zum Wohngebiet „Kreta“ sowie „Holte-Lütgendortmund“ fahren möchte, kann die Siedlung „nur“ noch über die Provinzialstraße und den Harpener Hellweg erreichen. Denn: Durch eine Kanalbaumaßnahme in Harpen ist seit dem 22. April schon der Harpener Hellweg gesperrt. Geplantes Ende dort: Anfang Juni.

„Unsere Einsatzkräfte wurden um 9.10 Uhr zum Loch in der Fahrbahn gerufen“, erklärt Polizeisprecher Marco Bischoff. Der Tagesbruch – etwa 1,50 Meter tief – gehe quer über die Fahrbahn, so der Polizeisprecher weiter.

Die Bogestra war wenig später vor Ort und kümmerte sich darum, dass der Busverkehr wieder in Gang kam. Für die Anwohner heißt das allerdings: Vor Ort wird keine Haltestelle mehr angefahren.

Wie es zum Tagesbruch kam, ist unklar. Die Zeche Amalia – ab 1928 Teil der Zechengroßanlage Robert-Müser – lag nur wenige 100 Meter entfernt. Ein Anlieger: „In den 60er Jahren wurde die Straße ausgebaut. Schon ein halbes Jahr später war sie in einem schlechten Zustand.“ Andere sagen: „Durch die Sperrung des Harpener Hellweges seit April kommt nicht nur der Bus hier durch. Auch zahlreiche schwere LKW, die zur Kanalbaustelle wollen, befahren die Strecke.“ Der Verkehr habe insgesamt zugenommen.

Rund eine Woche zuvor gab die Straßendecke auf der Limbeckstraße übrigens schon ein Mal nach. Der Schaden entstand auf der selben Straßenseite gut 100 Meter weiter in Richtung Werne. Erst am Montag wurde verfüllt.

Update 13.5.: Am Mittwochmittag teilte die Stadt mit, dass die Limbeckstraße ab Freitagmorgen, 15. Mai, gegen 8 Uhr wieder in beide Richtungen befahrbar sein soll. Das Tiefbauamt habe den Tagesbruch verfüllt und asphaltiert.