Wünsche, Träume, Hoffnungen

Die Mitarbeiter der Kinderwohngruppe Sternschnuppe.
Die Mitarbeiter der Kinderwohngruppe Sternschnuppe.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Wünsche, Träume, Hoffnungen: All das, was mit dem Himmelsphänomen einhergeht, will auch die „Sternschnuppe“ in Querenburg erfüllen. Seit dem 31. Januar leben Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren bereits in der neuen Wohngruppe der Evangelischen Stiftung Overdyck, nun ist das Haus auch offiziell eröffnet worden.

Querenburg..  Wünsche, Träume, Hoffnungen: All das, was mit dem Himmelsphänomen einhergeht, will auch die „Sternschnuppe“ in Querenburg erfüllen. Seit dem 31. Januar leben Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren bereits in der neuen Wohngruppe der Evangelischen Stiftung Overdyck. Nun ist das Haus auch offiziell eröffnet worden.

„Wenn es nicht mehr möglich ist, dass Kinder zu Hause leben, weil die Eltern überfordert sind, können wir sie aufnehmen“, schildert Gruppenleiterin Yvonne Stahler kurz, worum es in der „Sternschnuppe“ geht.

Eigentlich war die Einrichtung seit 2009 in Lünen ansässig, doch wurde sie schon dort häufig vom Bochumer Jugendamt belegt. Daher der Umzug an einen verkehrstechnisch günstigen Punkt, wie Stahler betont. „Die Vernetzung vor Ort ist ein großer Pluspunkt. Einerseits ist die Hufelandschule nebenan, andererseits wohnen viele Eltern in der Nähe.“ Eine schnellstmögliche Rückführung sei schließlich – wo das möglich ist – oberstes Gebot, die Arbeit mit Mutter und Vater umso wichtiger.

Weitere Ziele der Sternschnuppe seien die Stärkung der emotionalen Stabilität der Kinder, die Eröffnung neuer Erlebnis- und Selbsterfahrungsräume, eine Stärkung des Selbstvertrauens, die Bearbeitung von Entwicklungs- und Lernrückständen, die Entwicklung eines situations- und altersgemäßen Umgangs mit anderen Kindern sowie die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse.

Gelingen soll das mit kreativen, sozialen und bewegungsorientierten Angeboten. Im Nachmittagsbereich – also nach der Schule – werden die Kinder bei den Hausaufgaben betreut, die Mitarbeiter begleiten sie zu anfallenden Terminen oder bieten freizeitpädagogische Angebote an. Diese reichen von Spaziergängen über Kreativ- und Bastelangebote bis hin zu Tier-oder Freizeitparkbesuchen. In den Ferien stehen auch Fahrten auf dem Programm. Familiäre und freundschaftliche Kontakte sollen gepflegt und aufrecht gehalten werden. „Wir legen großen Wert auf verlässliche Rituale. Dies beginnt bei gemeinsamen Mahlzeiten und Abendrunden, dem Feiern von Festen wie Geburtstag, Weihnachten, Ostern und endet beim abendlichen Vorlesen.“

Zehn Mitarbeiter und eine Hauswirtschaftskraft sorgen abwechselnd in 24-Stunden-Diensten für die neun Kinder, die am Standort in Einzelzimmern untergebracht werden können. Das Grundstück, das die evangelische Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt hat, ist ein weiterer Kooperationspartner im Konzept der „Sternschnuppe“.