Willkommen im neuen Bürgerbüro

Neu, hell und freundlich zeigt sich das Bürgerbüro in Weitmar. Sachbearbeiterin Marion Karakuzu präsentiert stolz ihren neuen Arbeitsplatz.
Neu, hell und freundlich zeigt sich das Bürgerbüro in Weitmar. Sachbearbeiterin Marion Karakuzu präsentiert stolz ihren neuen Arbeitsplatz.
Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach aufwändiger Umgestaltung sieht die Bezirksverwaltungsstelle Weitmar wie verwandelt aus. Aus den engen Räumen sind helle Zimmer geworden.

Weitmar..  Schön war anders. Über viele Jahre fristete das Bürgerbüro an der Hattinger Straße 389 ein ziemlich trauriges Dasein. Dunkles Kirschholz prägte das Bild, die schwere Schrankwand sah aus wie aus den 70ern – und was viel schlimmer war: Das Bürgerbüro war hoffnungslos zu klein. Die Kunden beschwerten sich über die schmalen Räume, und auch den Mitarbeitern ging die enge Behausung auf den Keks. „Das war alles sehr unbefriedigend“, sagt Lars Schröder (38), der dem Bürgerbüro seit eineinhalb Jahren als Teamleiter vorsteht.

Zehn Jahren sind die Pläne der Bezirksvertretung mittlerweile alt, die Räumlichkeiten zu erweitern. Vor allem der bloß als Lager für Partyzelte genutzte Nebenraum sollte mit ins Bürgerbüro eingebunden werden. Allein: Es haperte lange Zeit am Geld. „Im vergangenen Jahr dann nahm die Bezirksvertretung das Heft in die Hand und stellte die Mittel für den Umbau bereit“, sagt Bernd Jahn, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Südwest. Etwa 500 000 Euro hat der Umbau gekostet.

Ein halbes Jahr später nun, seit gestern, ist das frisch renovierte Bürgerbüro geöffnet. „Wir lagen ziemlich gut im Zeitplan“, meint Lars Schröder zufrieden. Der Eingangsbereich und das Wartezimmer sehen jetzt schön hell aus, und vor allem im hinteren Teil macht das neue Büro ordentlich was her. Das ehemalige Lager hat jetzt Fenster und ist als Erweiterung überaus ansehnlich in die Bezirksverwaltungsstelle integriert worden.

Wer nicht warten will: Termine gibt’s online

Einziger Schönheitsfehler: Der Höhenunterschied von 70 Zentimetern zwischen beiden Gebäudeteilen ließ sich durch eine Rampe nicht barrierefrei umgehen. „Die Rampe wäre zu steil geworden“, erklärt Bernd Jahn. Stattdessen gibt es dort nun zwei Stufen. Rollstuhlfahrern und Älteren mit Rollator hilft ein Lift. „Darauf hatten die Grünen damals beim Beschluss bestanden“, merkt Jahn an.

Ein Stück Heimat

Das Bürgerbüro Weitmar wird von etwa 120 Besuchern pro Tag für Behördengänge genutzt. Dabei ist es übrigens egal, aus welchem Stadtteil der Besucher das Bürgerbüro ansteuert. „Manche kommen aus Altenbochum oder Eppendorf zu uns“, sagt Lars Schröder. Um einen neuen Pass zu beantragen oder das Auto umzumelden, ist vielen der Weg zum Rathaus zu weit.

„Ein Bürgerbüro schafft Identifikation mit dem Stadtteil“, meint Bezirksbürgermeister Marc Gräf (SPD). „Da geht man mal eben hin, und die Mitarbeiter stehen den Menschen hier mit Rat und Tat zur Seite.“ In Zeiten, in denen vieles nur noch im Internet angeboten werde, sei ein Bürgerbüro schon fast ein Stück Heimat.