Treffpunkt Buscheyplatz
16.07.2009 | 17:00 Uhr 2009-07-16T17:00:00+0200Diesmal geringere Beteiligung beim „Multikulli”. Trotzdem Bühnenprogramm mit elf Auftritten
Querenburg. Zum vierten Mal wurde das Stadtteilfest „Querenburger Multikulli” gefeiert - diesmal wieder auf dem Buscheyplatz, nachdem es im vergangenen. dem Jubiläumsjahr, in das Hustadt-Fest integriert war. Der Verein „University meets Querenburg” (UmQ) hatte mehr Organisationen, Vereine und Einrichtungen angesprochen, als sich dann beteiligten. Die Verantwortlichen hatten zudem ein Bühnenprogramm mit elf Darbietungen organisiert, bei dem zwischen 12 und 21 Uhr eine bunte Mischung aus dem kulturellen und sozialen Leben des Stadtteils zu sehen war.
Mit dem Fest wird alljährlich der Stadtteil belebt. Verschiedene Bevölkerungs-gruppen wie langjährig ansässige Bürger, Studenten und Migranten haben beim „Multikulli” die Möglichkeit, in Kontakt zu kommen.
„Vielen Studenten ist Querenburg gar kein Begriff”, erzählte Jessica Schlierenkamp, zweite Vorsitzende von UmQ. Auch der Vorsitzende Philipp Unger und Sprecher Rolf Haarmann hatten vorab viel Arbeit geleistet, um zahlreiche Organisationen zu gewinnen. Leider sei keine studentische Initiative gekommen, bedauerte Philipp Unger. Die drei waren zwischen 8 und 22 Uhr permanent im Einsatz.
Doch in diesem Jahr war die Resonanz nicht so groß. Rund 15 Einrichtungen hatten sich unter den Pavillons, die der UmQ organisiert hatte, aufgebaut. „Wir hatten viel mehr angesprochen”, bedauerte Rolf Haarmann. Auch blieb die Zahl der Besucher sehr übersichtlich. Akteure wie Drehorgelspieler Erich Perner oder die muntere Tanzgarde des Karnevalvereins „QKV Germania 1888” agierten mittags vor nur einer Handvoll Zuschauern. Bezirksbürgermeister Lutz Gollnick (SPD) zeigte sich etwas enttäuscht: „In diesem Jahr ist von der Bevölkerung eine gewisse Zurückhaltung da.” Die Bezirksvertreterinnen Daniela Arndt und Erika Post (beide CDU) suchten ebenfalls das Gespräch mit den Gruppen. „Wir arbeiten hier überparteilich zusammen”, freute sich Daniela Arndt über die gemeinsamen Bemühungen. Alle betonten den positiven Effekt des Stadtteilfestes, bei dem die unterschiedlichsten Organisationen zusammen kommen.
Da präsentierte sich etwa das Wissenschaftliche Privatinstitut für Integration und Sprache (WIS), das eine Zweigstelle suf dem Backenberg hat. Es bietet dort unter anderem Integrations- und Alphabetisierungskurse an.
Daneben gab es aber auch Platz für den Imkerverein, den Arabischen Fußballverein oder das Projekt „Brunnenplatz 1”, das eine „soziale Skulptur” in der Hustadt installieren will. Dahinter steckt die Idee, dass Menschen aus der Nachbarschaft sich in verschiedensten Projekten engagieren. Jörg Kolesza

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