Stadt plant weiteren Radweg

Die Gleistrasse in Laer unterhalb der Wittener Straße.
Die Gleistrasse in Laer unterhalb der Wittener Straße.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Verbindungsstück zwischen Weitmar (Springorum) und Laer (Parkway Emscher-Ruhr). Eisenbahntrasse soll erhalten bleiben

Süd/Südwest/Ost..  Stück für Stück verdichtet sich das Radwegenetz in unserer Stadt. Aktuell plant die Verwaltung eine Ost-West-Verbindung zwischen Springorum-Radweg und Parkway Emscher-Ruhr. Von den politischen Gremien gab es grünes Licht, diese Planung weiter zu präzisieren.

Gut für die Stadt, denn die Zeit drängt, sagt Andrea Baltussen vom Grünflächenamt. Vor allem vor dem Hintergrund, dass sich die Fläche des früheren Opel-Werks 1 in den nächsten Monaten rasant verändern dürfte. Baltussen: „Kommen wir zu spät, ist das Gelände anderweitig verplant.“ Auch müssen mit Straßen NRW und Deutsche Bahn Immobilien planungs- und eigentumsrechtliche Verhandlungen geführt werden, damit der Radweg durchgängig befahren werden kann.

Die Strecke führt vom Gewerbepark Prinz Regent parallel südlich zum Nordhausen-Ring in Richtung Osten. Die Universitätsstraße wird laut Planung unterquert und über eine Rampe an den Verbindungsweg angeschlossen. Weiter geht’s auf dem Betriebsweg von Straßen NRW bis zur Steinkuhlstraße, die für den Ausbau der A448 verlegt wird. Nach ein paar Metern geht es wieder zurück auf die ehemalige Werksbahntrasse, südlich der geplanten A448. Dort ist, kurz vor der Markstraße, eine neue Brücke zum Überqueren der A448 angedacht. Kosten: ca. 400 000 Euro. Das östlich anschließende Wegestück mit Rampen und Wegebau dürfte laut Verwaltung um die 690 000 Euro kosten.

Optional soll die Trasse dann südlich des Opel-Gebietes weiter Richtung Osten geführt werden. „Wichtig wäre uns, zumindest bis zur Alten Wittener Straße zu kommen“, sagt Andrea Baltussen. Von dort könne der Parkway Emscher-Ruhr schon ganz gut erreicht werden. Später soll die Verbindung bis zum Fußweg unterhalb der Alten Laerfeldstraße reichen, der zum Ümminger See führt.

Die Verwaltung würde am liebsten die Bahntrasse rückbauen und an jener Stelle den Radweg verlaufen lassen. Dies sehen aber sowohl die Bezirksvertretung Ost als auch der Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung kritisch. Dirk Meyer, Sprecher der SPD-Fraktion Ost, rät dazu, den Radweg neben den Gleisen verlaufen zu lassen. Platzprobleme sieht er nicht: „Es ist dort sehr breit.“ Fraktionskollege Wolfgang Heinemann warnt, angesichts einer möglichen zukünftigen Nutzung der Gleise „vorzeitig Türen zuzuschlagen“ und gibt zu bedenken, „dass wir ja bereits beschlossen haben, den Gleisanschluss vorerst zu erhalten“.

Der Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung sieht das genauso und stimmte der Beschlussvorlage nur unter der Ergänzung zu, dass die Verwaltung alle rechtlichen und planerischen Maßnahmen ergreift, um die Eisenbahntrasse dauerhaft frei zu halten.