St. Paulus auf gutem Weg zur „fairen Kita“

Im Elterncafè wird gebrauchte Kleidung  (links im Bild) getauscht.
Im Elterncafè wird gebrauchte Kleidung (links im Bild) getauscht.
Foto: St. Paulus
Was wir bereits wissen
Familienzentrum in der Hustadt verwendet Lebensmittel aus fairem Handel und bietet im Elterncafè eine Tauschbörse für gebrauchte Kleidung an.

Querenburg. Die katholische Kita und Familienzentrum St. Paulus, Robert-Koch-Str. 33 in der Hustadt, machte sich im vergangenen Herbst auf den Weg, um eine ‚‚faire Kita’’ zu werden.

Jetzt im Frühjahr folgte die Bewerbung des Familienzentrums, das sich in der Trägerschaft des Kita-Zweckverbands befindet, für die Zertifizierung als ‚‚Faire Kita’’, um Mitte April offiziell als solche anerkannt zu werden. Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr bietet seit Dezember 2013 das Projekt Faire Kita für Kindertageseinrichtungen an.

Schon in der Adventszeit entschied sich die Querenburger Einrichtung, gemeinsam mit den Kindern, Weihnachtskugeln aus ‚fairem Handel’ zu gestalten. Auch am Nikolaustag gab’s Schokolade aus fairem Handel. Sowohl die Eltern als auch die Mädchen und Jungen waren von diesem Projekt sehr angetan.

Die Erzieherinnen stellten fest, dass Merkmale, die eine faire Kita ausmachen, schon seit Jahren in der Einrichtung praktiziert werden. So gibt es schon lange in St. Paulus eine Tauschbörse, die ganz nebenbei im Elterncafé im Eingangsbereich stattfindet. Wer etwas hat, was er nicht mehr benötigt, wie Kinderkleidung oder Kinderspielzeug, bringt es morgens mit. Oft wurde auf diese Art am Mittag schon ein neuer Besitzer gefunden. Außerdem bezieht die Kita schon seit Jahren Obst und Gemüseprodukte von einem fahrenden Bauern aus der Umgebung.

Gerade die Fastenzeit bot zudem eine gute Grundlage, um dieses Projet mit den Kinder inhaltlich zu erläutern und Parallelen zu Jesus zu knüpfen. Die Mädchen und Jungen wissen, dass Jesus den Bedürftigen geholfen hat. Auch ist den Kindern bewusst, dass es in der heutigen Zeit Menschen in fernen Ländern gibt, die mit wenigen Dingen auskommen müssen und auf die Hilfe Anderer angewiesen sind. Bauern, die zum Beispiel Bananen, Kakaobohnen oder Tee ernten, sollen durch einen fairen Handel einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit erhalten.

Die Kinder haben gemeinsam mit ihren Eltern und dem Kita-Team entschieden, diesen Weg nachhaltig gehen zu wollen und auch weiterhin fair gehandelte Produkte und Waren in der Einrichtung zu etablieren. Konkret werden der Elternkaffee, der täglich im Elterncafé bereit gestellt wird, sowie der Tee und der Kakao für die Kinder nur noch mit dem Fairtrade-Logo gekauft.