Sieben Minuten Ruhm

Grazil: Die Eleven des Erich Kästner Gymnasiums
Grazil: Die Eleven des Erich Kästner Gymnasiums
Foto: FUNKE Foto Services
Bei „Visionen 2014“ war die Erich-Kästner-Schule mit einem Musical vertreten. Auch das Neue Gymnasium zeigte sein Können im Schauspielhaus.

Süd.  . So viel Trubel erleben die altehrwürdigen Bretter der großen Bühne des Schauspielhauses nicht alle Tage: Rund 300 Schüler und Schülerinnen aus neun Bochumer Schulen und über 100 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Projekten des Zukunftshauses X-Vision Ruhr brachten den großen Saal zum Beben.

Unter dem Motto „Visionen 2014“ präsentierten die begabten Nachwuchstalente ein Programm, das genauso bunt und vielfältig war wie sie selbst: von Gesang und Rap über Tanz, Akrobatik und Cheerleading bis zur Performance war alles vertreten.

Sieben Minuten Zeit

Für die jungen Teilnehmer des Schulwettbewerbs ging es dabei nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um ein Preisgeld von 500 Euro.

Mit dabei waren aus dem Bochumer Süden das Neue Gymnasium aus Wiemelhausen und die Erich-Kästner-Schule aus Querenburg. Letztere war mit über 40 Schüler und Schülerinnen verschiedener Jahrgangsstufen vertreten. Die Kinder und Jugendlichen stellten in knapp zwei Monaten intensiven Probens ein kleines Musical, das sie selbst „Speedical“ tauften, auf die Bühne.

Bereits zum sechsten Mal organisierte das Wattenscheider Zukunftshaus X-Vision Ruhr die bunte Zusammenschau dessen, was die Bochumer Jugendkultur zu bieten hat. Maximal sieben Minuten Zeit hatte dabei jede Gruppe, um die Gunst des Publikums zu gewinnen, das gemeinsam mit einer dreiköpfigen Jury den Sieger kürte.

Über den Sieg freute sich am Ende des Abends das Goethe-Gymnasium, das sich mit seiner „Diabolo-Cheer-Party“ knapp gegen die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule durchsetzte. Platz drei belegte das Hellweg-Gymnasium.

Seit September 2008 fördert X-Vision Ruhr junge Tanz- und Musiktalente, seit Anfang 2009 geht das Team auch in Schulen und führt dort Workshops durch. Ziel ist es dabei stets, mit den Jugendlichen eine professionelle Show zu erarbeiten, die später dann ihren Platz auf der Bühne finden kann. Geleitet wird das Projekt von dem Musikproduzenten Omid Pour Yousefi und dem Profitänzer Denis Saliov.

Rosemarie Meyer-Behrendt vom NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport lobt das Projekt als „einzigartiges Forum für Jugendliche um ihre Visionen zu präsentieren, sich in die Kommunalpolitik einzubringen und sich für ihre Stadtteile zu engagieren.“