Rummel in Linden begeistert mit Klassikern

Nichts für schwache Nerven – und so manche Frisur: die Fahrt mit der Raupe.
Nichts für schwache Nerven – und so manche Frisur: die Fahrt mit der Raupe.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Autoscooter, Love-Express und Entenangeln – 30 Schausteller bieten in Linden eine entspannte Frühjahrskirmes ohne Superlative. Besuchern gefällt’s.

Linden..  Weithin sichtbar dreht das Kettenkarussell von Walter Hartmann aus Harpen seine Runden. Zehn Meter ragt es in die Höhe. 20 Sitze und zwei Schwanengondeln kreisen durch die Luft. Es ist zweifelsohne das Herzstück der Lindener Frühjahrskirmes auf dem Marktplatz. Schausteller Hartmann weiß, wieso sein Klassiker eines der Highlights ist: „Es ist eine familienfreundliche Kirmes. Das sehen Sie doch am Publikum“, sagt er.

Wohl wahr – die Lindener Frühjahrskirmes ist sicher nichts für Adrenalin-Junkies, sondern ein charmanter Spaß für Groß und Klein. Was sich seit langer Zeit auf Rummelplätzen bewährt, steht hier im Mittelpunkt. Da wäre zum Beispiel der Love-Express, auch bekannt als Musikexpress, an dessen Rand seit Jahrzehnten die Jugendlichen in Flirtlaune zu sichten sind. Gleich daneben steht der Autoscooter als idealer Partner auf diesem Tummelplatz.

Vor allem die Familien mit Kindern können sich prächtig amüsieren. Für die Kleinen steht die Mini-Bahn „Der Tausendfüßler“ bereit. Das Fahrgeschäft der Bochumer Schaustellerfamilie Bonrath ist nicht nur putzig, sondern auch etwas Besonderes. „Der Tausendfüßler ist seit einem Jahr in Familienbesitz und meines Wissens einzigartig in Deutschland“, sagt Manuel Bonrath. Seine Geschwister und Vater Günther, Schausteller in siebter Generation, kümmern sich derweil im Kirmeswagen um den Verkauf von Süßigkeiten und das klassische Pfeilwerfen auf Ballons.

Knirps-Kirmes ist eine klasse Sache

Gewinnspiele gibt es eine ganze Reihe: Dosenwerfen, Losbude und Entenangeln. Gerade das Entenangeln erweist sich immer wieder als Knüller für die Kleinen. Hier lohnt der Vergleich: Während die Kinder auf dem Marktplatz für mehr Geld nach blassgelben und gleich großen Enten fischen, kostet das Spiel auf der Knirps-Kirmes an der Liebfrauenkirche erstens weniger und macht dank bunter, kleiner und großer Enten wohl auch mehr Spaß.

Überhaupt ist die Knirps-Kirmes eine klasse Sache. Gut, sie hätte vielleicht noch ein paar Attraktionen mehr vertragen, aber nichtsdestotrotz ist es dort sehr angenehm für Familien mit kleinen Kindern. „Ein herzliches Dankeschön geht an die katholische Gemeinde Liebfrauen für die Nutzung des Kirchengeländes“, so Janina Kaiser von Bo-Marketing. Ein Mini-Kettenkarussell lockt zur Mitfahrt. Bratwürste, Reibeplätzchen und Co. sorgen für Behaglichkeit.

Außerdem gibt es auf der Knirps-Kirmes Spiel und Spaß umsonst, was für einen Rummel wirklich bemerkenswert ist. Unter einem Luftzelt wartet „Der Spaßmacher“ Mesut Yücel mit Pedalos, Hula-Hoops, Malstiften, Hüpftieren, XXL-Vier Gewinnt und Twistball. Letzteres Spiel mit einem Tennisball an der Schnur sei für Enkelkind Kjell das Beste an der ganzen Kirmes, sagt Oma Christel Thelen. Der Sechsjährige kommt in Fahrt, schlägt den Ball und tobt sich aus. „Mir gefällt, dass der Ball so hoch fliegt“, freut sich der Kleine.