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Karneval im Stadtteil

„Querenburg lot jon”

28.01.2010 | 16:02 Uhr
„Querenburg lot jon”

Ausgelassene Stimmung bei der Prunksitzung des QKV. Stadtprinz-Adjutant Olli sammelt für Erdbebenopfer von Haiti.

Querenburg. Der Name hielt, was er versprach: Auf der Prunksitzung des Querenburger Theater- und Karnevalsvereins (QKV) ging's feierlich närrisch zu. Über 100 Karnevalisten feierten im Bürgersaal des Unicenters ausgelassen ihren Sessions-Höhepunkt

Von der Clown-Kluft bis hin zum glitzernden Abendkleid über ein Senf-Kostüm – viele der Narren hatten sich an diesem Abend extra in Schale geworfen. Die Stimmung war heiter, das Programm mindestens genau so bunt wie der geschmückte Saal. Die Mini-Tanz-Garde des QKV und die Tanz-Prinzen-Garde Herner KG heizten dem Publikum gleich zu Beginn der Sitzung ordentlich ein. Stadtprinz Thomas der Erste und sein Adjutant Olli gaben sich ebenfalls die Ehre. Dieser erinnerte das Publikum zugleich daran, dass es „in der Zeit des Lachens auf der Welt nicht nur Grund zur Freude gibt”. Gemeint waren damit die Erdbebenopfer in Haiti, für die der Stadtprinz mit dem Verkauf von Pappnasen im Saal Geld sammelte – eine Aktion, die er in dieser Session überall in Bochum geplant hat.

Info
Weiter geht's mit dem Kinderkarneval

QVK-Programm

Am heutigen Freitag, 29. Januar, findet im Bürgersaal des Unicenters der QVK-Kinderkarneval statt. Beginn ist um 15 Uhr, der Eintritt kostet zwei Euro. Weiberfastnacht wird im Bürgersaal am Donnerstag, 11. Februar gefeiert. Die "Weiber übernehmen die Macht im Bezirk und der Bacchus wird gestopft". Der Eintritt ist frei. Zum Abschluss der Session wird der Bacchus den Flammen übergeben. Der Trauerzug vom Unicenter zum Buscheyplatz findet am Veilchendienstag, 16. Februar statt.

Der guten Stimmung taten die ernsten Worte des Adjutanten keinen Abbruch. Zu Fite Adams Darbietung des kölschen Karnevalsklassikers „Wenn et Trömmelsche jeht” schunkelte kurze Zeit später wieder der ganze Saal. Kein Wunder, denn der Sänger in der funkelnden Weste wusste sich Abhilfe zu schaffen: Statt „Kölle alaaf” schallte es fröhlich „Bochum man tau” und „Querenburg lot jon” durch die Reihen. Und auch Franz Seidel alias Jupp vom Emscherbruch sorgte mit seiner Büttenrede, den vielen Witzen über das starke und schwache Geschlecht kräftig für Lacher. Weitere Programmpunkte des Abends, durch den Präsident Giovanni V. Diana führte, waren das Tanz Duo Venecia, die Glocken von Stella Maria, Showtanz, das Männerballett aus Herne und die Bauchtanzgruppe.

„Wir sind zwar nicht im Rheinland, aber der Karneval hat auch in unserer Region Tradition”, betonte Rolf Haarmann, erster Vorsitzender des QKV. Der beste Beweis dafür: Das Sessions-Motto „Da schaut der Narr verwundert: 2 x 11 plus 100!”, unter dem die Querenburger nicht nur das närrische Brauchtum pflegten, sondern ebenso das 122 Bestehen des QKV feierten.

Das Vereinsjubiläum war auch auf dem Orden verewigt, der Künstlern, Prinzen, Ehrengästen, wie etwa Gaby und Axel Schäfer, Thomas Eiskirch oder Lutz Gollnick verliehen wurde. Über den Till mit dem flotten Spruch freute sich auch die neunjährige Lena Feldmann. Die Viertklässlerin ist erst seit kurzem bei der Mini-Garde des QKV dabei, stand bei der Prunksitzung zum allerersten Mal auf der Bühne. Mädchen wie Lena werden übrigens „im QKV noch gesucht”, sagte Haarmann. Und fügte hinzu: „Jungs sind bei der Tanzgarde natürlich auch willkommen!”

Sara Damirchi

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