Lindener Kita-Kinder nehmen ihre eigene CD auf

„Auf ein Neues!“ Achim Bockermann (links) und die Kinder der Kita an der Lindener Straße 138 singen ein Lied ein.
„Auf ein Neues!“ Achim Bockermann (links) und die Kinder der Kita an der Lindener Straße 138 singen ein Lied ein.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Tontechniker Thomas Müskens bringt dafür sein Tonstudio mit. Beim Tag der offenen Tür bekommt Kita an der Lindener Straße 138 einen Namen.

Linden.. Die Kita an der Lindener Straße 138 ist ein schöner, bunter, trubeliger Ort mit vielen Kindern und dem dazu gehörigen Gewusel. Seit 30 Jahren werden die Kleinen hier auf die Grundschule vorbereitet, einige der Steppkes dürften heute längst im Berufsleben stehen. Doch eines hatte die Kita des evangelischen Kirchenkreises witzigerweise nie: einen Namen.

Andere Kitas nennen sich „Purzelbaum“ oder „Lustige Latzhosen“, nur die Einrichtung in Linden trägt nichts als ihre dröge Adresse im Titel. Doch das wird sich jetzt ändern, verspricht Leiterin Heike Herrmann. „Beim Tag der offenen Tür am 25. April werden wir den Namen unserer Kita feierlich präsentieren“, sagt sie.

Passend dazu erscheint eine CD mit christlichen Liedern, die den Kindern besonders am Herzen liegen. Dafür wurde nicht etwa ein fremder Chor engagiert, das singen die Kinder beherzt selber! Aufgenommen wurde die CD jetzt vor Ort in der Tagesstätte, deren Turnhalle kurzerhand zum Tonstudio umgerüstet wurde. Verantwortlich dafür ist Thomas Müskens, dessen Tochter Paula die Kita besucht.

Die Wände sind schallgeschützt

Müskens ist vom Fach. Der studierte Audioproducer, der viele Jahre als Theatertonmeister arbeitete, eröffnete im vergangenen Jahr ein eigenes Tonstudio an der Hattinger Straße. Technische Geräte wie Mikrofone, Tonregler oder Laptop brachte er für die Aufnahmen mit. „Ob wie jetzt 30 Kinder oder ein Männerchor eine CD einsingen, macht bei der Aufnahme eigentlich keinen Unterschied“, sagt Müskens. Die Wände des Raums hat er schallgeschützt, die Mikros genau ausgerichtet – und schon ist alles startklar für die große Aufnahme.

Dass dies eine umfangreiche und manchmal mühselige Sache sein kann, merken die Kinder schnell. Immer wieder müssen sie die Strophen ihrer Lieder wiederholen, bis bei manchem Kind die Konzentration merklich schwindet.

Kleinere Huster werden heraus gefiltert

An der Gitarre gibt Achim Bockermann, ebenfalls ein Kita-Vater, den Ton an. „Auf ein Neues!“ sagt er. Und schon singen die Kinder ihre Strophen noch einmal von vorn.

„Ich muss vieles mehrfach aufnehmen, um genügend Material zum schneiden zu haben“, erklärt Müskens. Kleinere Huster, von denen vor allem Müskens Tochter Paula einige hören lässt, kann der Tontechniker digital heraus filtern, „damit hinterher alles schön, rund und natürlich klingt“.

Die CD mit den Liedern und Versen gibt es beim Tag der offenen Tür zu kaufen. Dann wird auch endlich der Name der Kita enthüllt, der bis dahin ein gut gehütetes Geheimnis bleibt.

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