Lebendiges Miteinander
22.12.2011 | 13:45 Uhr 2011-12-22T13:45:00+0100
Steinkuhl. Evangelisches Thomaszentrum vor 40 Jahren bezogen: Superintendent: „Glaube als Fundament nicht nur für Gebäude“
„Wir sind im Advent 1971 mit einem Festumzug vom Reinhold-von-Thaddenhaus in das Thomaszentrum umgezogen.“, erinnerte sich Eleonore Schröder, die langjährige Vorsitzende der ehemaligen örtlichen Frauenhilfe, bei ihrem Grußwort zum 40-jährigen Jubiläum des Hauses. Der Gemeindebezirk der Querenburger Gemeinde feierte den Anlass umfangreich. Dazu gehörte außer einem Festgottesdienst nebst Empfang ein umfangreiches Begleitprogramm.
Den Auftakt zum Festtag am setzten Superintendent Peter Scheffler und Altsuperintendent Klaus-Peter Röber, der Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses der Gemeinde, mit einem Gottesdienst. Scheffler ermutigte zum Abschluss seiner Predigt die mehr als 200 Besucher „auf den zu blicken, der uns Glauben und Hoffnung gibt.“
Der Superintendent nahm zuvor die derzeitige Krisensituation im Kirchenkreis in den Blick, die zur Aufgabe von Gebäuden und zugleich zur Sinnfrage führe: „Was hat Kirche heute den Menschen zu sagen?“ Beispielhaft zeigte er das an seiner ehemaligen Heimatgemeinde Werne auf. Sein Tenor: Aktives Eintreten für die Menschen und der Glaube seien ein solides Fundament für die Zukunft, nicht allein die Gebäude. Das habe auch der erste Bezirkspfarrer Hans-Martin Thimme (1968-1973) so gesehen, so Scheffler als er eine lebendige Gemeinschaft mit dem Ökumenischen Studienwerk (ÖSW) als Nachbarn aufbaute.
Diese Vernetzung zeigte der Gottesdienst auch symbolhaft. Die Pastoren Sanele Lavatai (Samoa), Pearly Walter (Indien) sowie Judith Kagallae und Afizai Vuliva (beide Tanzania) vom ÖSW sprachen Segensworte. Der Singekreis des Hustadtzentrums trat auf. 26 Kinder der Kindertagesstätte Thomaszentrum sangen passend „Dicke rote Kerzen“.
Die Grußworte wiesen auf die umfangreiche Einbindung hin. Röber bedankte sich bei den Presbytern Claudia Sarawara und Donald Goodwin für das lebendige Gemeindeleben ohne derzeit hauptamtlichen Pfarrer. Pastor Klaus Grafe, der katholische Nachbar, freute sich über die gute Ökumene, die ihn seit seinem Amtsantritt in St. Martin/St. Paulus begleite. Bezirksbürgermeister Helmut Breitkopf-Imhoff wies auf die langjährige Beziehung zum Thomaszentrum als offenes Haus hin. Carola Schierz (ÖSW) dankte für das lebendige Miteinander der Stipendiaten und der Gemeindeaktiven seit Jahrzehnten.
Das Festwochenende leitete das 30-köpfige Musicalteam des Kirchenzentrums ein. Gut 100 Interessierte besuchten den Jubiläumsbeitrag mit Musik aus Aufführungen seit dem Jahr 2000. Unter anderem waren das Lieder aus den Musical „Joseph“ und „Geist der Weihnacht“.
Ein „Offenes Ökumenisches Singen“ und eine historische Ausstellung zum Hause von Walter Lenz setzten weitere, abschließende Akzente.

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