Konzert zwischen Ruhe und Rhythmus
08.08.2012 | 17:41 Uhr 2012-08-08T17:41:00+0200
Stiepel. Modern Jazz in Stiepel mit „Quadrant“.
Geradezu zärtlich gerieten Orgel und Saxophon zu Beginn des Wandelkonzerts in der Dorfkirche in eine intensive Zwiesprache. Modern Jazz bot die Ruhrgebietsband „Quadrant“ bei den Klängen der Nacht in der Stiepeler Kirche und im benachbarten Gemeindehaus.
„Bitte wandeln Sie während des Konzerts durch das Kirchenschiff. Entdecken Sie die ausgestellten Kunstwerke und erleben Sie die Musik aus verschiedenen Klangrichtungen“, forderte Festivalleiter und Kantor der Stiepeler Gemeinde, Michael Goede, die zahlreichen Besucher auf. Diese ließen sich nicht lange bitten und spazierten zu improvisierter Jazzmusik sowie arrangierten Stücken von John Coltrane, Charlie Haden und Ralph Towner in der Kirche hin und her.
Oliver Schroer, Kirchenmusiker, Organist, Pianist und Komponist aus Bochum, ließ gemeinsam mit Philip Lütz am Saxophon passend zum Sonnenuntergang über der nahen Ruhr eher ruhige, meditative Musik erklingen. Etwa beim „ Silence“ von Charlie Haden, das beinah einem ruhigen Gebet gleicht, gefolgt von melodiösem Orgelspiel beim „Celeste“ des amerikanischen Jazzgitarristen Ralph Towner.
Dann war es mit Ruhe vorbei, die Konzertgemeinde wandelte durch die beginnende Nacht hinüber ins Gemeindehaus. Dort vervollständigten die beiden Bandmitglieder Stefan Werni, Bass, und Michael Schwarz, Drums, das Modern Jazz-Quartett „Quadrant“. Und jetzt ging ordentlich die Post ab. Die vier Ruhrgebietsjazzer drehten mit kraftvollen Rhythmen auf, da wippte auch manch älteres Bein begeistert mit.

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