Klimaschutz-Preis für zwei Familien aus dem Süden

Die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriela Schäfer (3. v. l.) mit den Klimaschutz-Award-Gewinnern: Astrid und Michael Teupen aus Querenburg sowie Thomas Deickert aus Linden.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriela Schäfer (3. v. l.) mit den Klimaschutz-Award-Gewinnern: Astrid und Michael Teupen aus Querenburg sowie Thomas Deickert aus Linden.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ-Fotopool
Was wir bereits wissen
Auszeichnungen für umweltfreundliches und Energie einsparendes Bauen gehen nach Querenburg und Linden. Bewerberandrang hält sich arg in Grenzen.

Querenburg/Linden..  Energie einsparen durch klimafreundliches, modernes Bauen wird in Bochum belohnt. Zum sechsten Mal ist jetzt der Klimaschutz-Award verliehen worden; im Haus der Gunda Busley und Christian Goerdt GbR, die für ihr Gebäude der Firma „Flotte Karotte“ an der Josef-Haumann-Straße 7 im Gewerbegebiet der Zeche Holland bereits 2013 mit dem Gold-Award geehrt worden sind.

Mit dem Silber-Preis (250 Euro plus Urkunde) ausgezeichnet wurden Thomas Deickert, Nöckerstraße 29, in Linden und die Familie Astrid und Michael Teupen, Vormholzstraße 12 in Querenburg. Den goldenen Award (500 Euro) erhielt das Möbelhaus Hardeck in Laer, das mit seinem Logistikzentrum ein Plus-Energie-Gebäude erstellt hat. Dieses Gebäude erzeugt mehr Energie als es verbraucht, was durch eine mehrfach gedämmte Gebäudehülle, einem Tageslicht – und einem Lüftungskonzept sowie einer Photovoltaikanlage möglich wird. Die Energiesparverordnung wird damit sogar um 25 Prozent unterschritten. Bereits in 2013 ist Hardeck der Award für das dritte Möbelhaus, ein Null-Energie-Gebäude, verliehen worden.

Thomas Deickert und Familie haben ihr Haus in Linden, Baujahr 1964, durch die Erneuerung der Heizungsanlage sowie der Fenster und Türen und eine mehrfache Wärmedämmung saniert. Der Gesamtheizenergieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche konnte auf unter 100 Kilowattstunden gesenkt und die Heizkosten halbiert werden.

Stromverbrauch auf unter Kilowattstunden pro Jahr gesenkt

Auch Familie Teupen aus Querenburg hat in energetische Sanierung investiert. Durch mehrfache Dämmung, dreifache Wärmeschutzverglasung sowie einer Photovoltaikanlage ließ sich der Stromverbrauch auf unter 800 Kilowattstunden pro Person und Jahr senken. Die Auszeichnungen übergab die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriela Schäfer.

Wie Kerstin Zänger vom Umwelt- und Grünflächenamt erklärt, werde der Klimaschutz-Award in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft, dem Verein Haus und Grund, den Stadtwerken und der Verbraucherzentrale vergeben. „Wir bilden gemeinsam die Jury und vergeben den Award nach einem Punktesystem“, so Zänger. Aktuell hätte es „leider nur drei Bewerbungen auf den Award gegeben. Die Leute meinen immer, dass die Messlatte zu hoch liegt. Das schreckt viele ab, eine Bewerbung einzureichen.“ Doch sie motiviert: „Wer etwas für den Klimaschutz in seinem Haus unternommen hat, soll sich bewerben“. Künftig wolle die Stadt noch mehr Öffentlichkeitsarbeit machen, „um die Bürger zur Teilnahme zu ermuntern.“