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Klamauk und etwas Zeitkritik

29.10.2012 | 18:10 Uhr
Klamauk und etwas Zeitkritik
Die „Bullemänner“ waren zu Besuch in Linden.Foto: Archiv, Winfried Labus / FotoPool

Linden.  Im ausverkauften Gemeindesaal der Liebfrauenkirche zeigte das Comedy-Duo „Die Bullemänner“ ihr Programm „iKuh“. Super war etwa die Version von „Carmen“: mit Forke, Schaufel, Spaten und Jaucheschöpfer.

Im bürgerlichen Leben heißen sie August Upmann und Heinz Weißenberg. Doch besser bekannt sind diese beiden Herren unter dem Namen „Die Bullemänner“. Das erfolgreiche Comedy-Duo aus dem Münsterland bescherte den Besuchern der Lindener Liebfrauengemeinde einen hinreißenden Abend. Auf Einladung der katholischen öffentlichen Bücherei zeigten die beiden ihr aktuelles Programm „iKuh“ mit viel Witz und sehr viel Charme.

Wenn Augustin Upmann und Heinz Weißenberg das Leben wiederkäuen, kommt immer etwas Witziges dabei heraus. Seit 1994 machen sich die beiden komischen Vögel Gedanken über ihre Heimat.

Die Bullemänner stellten sich in ihrem Programm „iKuh“ den Herausforderungen der modernen Technik: In ihrem Heimatort Suchtdrup (ein Dorf wie du und ich) heißen die Straßen jetzt „Zweiter Bildungsweg“ und „Einsteinkamp“, und auf jedem Auto prangt der Aufkleber „Abi 2012“. Und Google Street View sieht ohnehin alles. Nur: Kann man intelligentes Leben auf Dauer vortäuschen?

Die Teile des Programms machten einen Riesenspaß. So wird die Enter-Taste am Computer westfälisch mit dem Aufkleber „Jau“ gekennzeichnet und der Globus als „3D-Navi“ verkauft. Eine Beerdigung wird bei den „Bullemännern“ zum internationalen Stimmungslieder-Medley. Humoristisch ist auch die „Bullemänner“-Version von „Carmen“ mit Forke, Schaufel, Spaten und Jaucheschöpfer.

„Wo kriegst du heute noch so ’ne richtig gute Langeweile her?“

Und jeder Klamauk ist mit einer Prise Zeitkritik gewürzt. Etwa, wenn sich die Comedians als Straßenarbeiter unnachahmlich müde auf ihre Schaufeln stützen, über die Hetze der Zeit philosophierten und seufzen: „Wo kriegst du heute noch so ’ne richtig gute Langeweile her?“ Da kann man bloß sagen: Ganz gewiss nicht bei den „Bullemännern“!

Doppeldeutig, mit schnellen Perspektivwechseln, hinreißender Mimik, ständig wechselnden Requisiten, witzigen musikalischen Einlagen: Die „Bullemänner“ rissen ihr Publikum im ausverkauften Gemeindsaal zu Begeisterungsstürmen hin.

Gisbert Frömgen



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