„Hürdenlauf“ für Senioren auf der Markstraße

Zwischen Fahrbahn und Querungshilfe besteht ein Niveauunterschied von ca. 5 Zentimetern. Für Senioren mit Rollator ein großes Problem.
Zwischen Fahrbahn und Querungshilfe besteht ein Niveauunterschied von ca. 5 Zentimetern. Für Senioren mit Rollator ein großes Problem.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Neue Querungsstellen auf der Markstraße in Weitmar-Mark machen älteren Menschen zu schaffen: Die Kante ist zu hoch. Stadt verspricht Nachbesserung.

Weitmar-Mark..  Früher war nicht unbedingt alles besser. Aber die Markstraße in Weitmar-Mark zu überqueren, war für Menschen mit Gehbehinderung definitiv einfacher. Jetzt wurden die im Zuge der Stadtwerke-Baustelle entfernten Querungsstellen erneuert bzw. „verschlimmbessert“, um es umgangssprachlich auszudrücken.

Konnte man ehedem an besagten Stellen die Markstraße ebenerdig überqueren, wartet nun eine ca. fünf Zentimeter hohe Bordsteinkante als Hürde. Vor allem ältere Menschen mit Rollator und Nutzer eines Rollstuhles haben seither große Probleme, die andere Straßenseite zu erreichen. „Die kommen da kaum drüber“, hat unser Leser Helmut Hofmann beobachtet.

Anwohner Eberhard Ruthmann zählt selbst zu den Betroffenen. „Der Bordstein bedeutet für mich, dass ich mit meinem Rollstuhl auf der Fahrbahn stehen bleiben muss, um langsam die Kante hochfahren zu können. Es wird hier eine Gefahrenstelle nicht nur für mich als Rollstuhlfahrer, sondern auch für Ältere mit Rollatoren hergestellt“, ärgert er sich. Viele Menschen, so eine Beobachtung der Redaktion, lassen die Querungsstellen inzwischen links liegen und gehen so über die Straße. Bei Ankunft auf Seite der Sparkasse wartet dann allerdings das nächste Problem – wieder ein Bordstein.

„Wird alles in absehbarer Zeit abgesenkt“, verspricht Christoph Matten, der beim Tiefbauamt für die Straßenplanung zuständig ist, auf WAZ-Anfrage. Bei ihm gingen bezüglich der Querungsstellen schon viele Beschwerdebriefe und -anrufe ein. „Und alle haben mit ihrem Widerspruch recht“, gesteht Matten Fehler ein. Dabei habe man es nur gut gemeint und den Standard – insbesondere auch für Sehbehinderte – insgesamt erhöhen wollen. Doch die Kante ist zu hoch, das gibt Matten zu: „Abgesprochen mit den Behindertenverbänden ist eine Maximalhöhe von drei Zentimetern.“

Im Nachgang soll nun nachgebessert werden, indem Asphalt von der Straße aus an die Kante „angerampt“ und so das Passieren erleichtert wird. Sobald die Bauarbeiten der Stadtwerke (Verlegung einer Gashochdruckleitung ) abgeschlossen sind, will die Stadt loslegen. Matten: „Ich hoffe, bis spätestens zu den Sommerferien.“