Hoher Besuch beim Klosterfest in Stiepel

Prior Primin Holzschuh (v.l.) mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und Gründungsprior Beda Zilch.
Prior Primin Holzschuh (v.l.) mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und Gründungsprior Beda Zilch.
Foto: Barbara Zabka
Was wir bereits wissen
Neben Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck schaut auch Gründungsprior Beda Zilch bei den Mönchen in Stiepel vorbei. 1100 Besucher trotzen dem Wetter.

Stiepel..  Trotz des trüben Regenwetters kamen am Pfingstmontag rund 1100 Besucher zum jährlichen Klosterfest in das Zisterzienserkloster Stiepel. Unter einem großen, weißen Zelt konnten die zahlreichen Gäste geschützt von Wind und Regen die Predigt von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck auf dem Wallfahrtsplatz verfolgen.

Schon zum 20. Mal luden die Mönche zum festlichen Pfingstgottesdienst mit anschließender Feier bei Würstchen und Bier ein. Dass dieses Fest so einen großen Zulauf erlebt, freut Gründungsprior Beda Zilch, der zu diesem Anlass seine ehemalige Gemeinde besuchte. „Ich freue mich sehr, hier zu sein. Es ist toll, wenn man sieht, dass hier alles so aufgeblüht ist. Das war ja nicht immer so“, berichtete Zilch. In der Anfangszeit sind die Zisterzienser-Mönche auf viel Widerstand in der Bevölkerung gestoßen. „Doch Pater Beda hat uns nach vorne gebracht. Er war so beliebt, dass er die Herzen der Bochumer gewonnen hat“, lobte Prior Pirmin Holzschuh.

Nicht zuletzt durch das Klosterfest ist dies gelungen. „Mit diesem jährlichen Fest wollten wir damals die Menschen an das Kloster binden und uns bekannt machen. So konnten alle sehen, dass wir ganz normale Männer sind“, erinnerte sich Pater Beda an die Anfänge. Dass der Pater dank seines Namenstages besonderen Grund zur Freude hatte, ließ Bischof Overbeck nicht unkommentiert und stimmte mit den versammelten Besuchern „Viel Glück und viel Segen“ im Kanon an. „So einen vielstimmigen Glückwunsch zum Namenstag werden sie wohl selten haben“, stellte Overbeck amüsiert fest.

Nach vielen Jahren sind die Organisatoren des Festes ein eingespieltes Team. „Wir haben hier rund 100 ehrenamtliche Helfer. Das ist wirklich fantastisch“, freute sich Prior Holzschuh. Durch Regen und Wolken ließen sich die Gäste nicht vom Feiern abhalten. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Wir kommen jedes Jahr her, uns gefällt das Zusammensein hier sehr gut“, sagte Jennifer Cramer (29), die mit ihrem dreijährigen Sohn Ben-Luka das Fest besucht.

Auch Kathrin Hennecke-Nitsche feiert jedes Jahr am Stiepeler Kloster. „Mir gefällt hier besonders, dass es so eine lebendige Gemeinde ist. Es gibt ein sehr weit gefächertes Angebot, da ist für jeden etwas dabei. Es ist einfach ein tolles Miteinander“, zeigte sie sich begeistert.

„Ich bin jedes Jahr hier. Hier gibt es so viel Herzlichkeit und Offenheit. Die Gemeinde gibt uns sehr viel“, erklärte Marlis Becka (74). „Da hält uns auch der Regen nicht von ab“, bekräftigte ihr Ehemann Heinz Becka (75).

650 Philippiner pilgern nach Stiepel

Die siebte philippinische Marienwallfahrt fand zwei Tage vor dem Klosterfest in Stiepel statt. 650 Besucher reisten mit Bussen aus ganz Deutschland für die Wallfahrt zum Zisterzienserkloster. Den Auftakt bildete eine Festmesse, die von dem aus Rom angereisten Monsignore Jerry Bitoon gehalten wurde.

Sehr katholisches Volk

Anschließend konnten sich die Gäste bei zahlreichen philippinischen Speisen im Pfarrheim stärken. Nach landestypischen Gerichten und Gesängen machten sich die Gläubigen auf zu einer Lichterprozession, bei der sie eine Madonnenstatue durch den angrenzenden Wald trugen. Über die Entwicklung der Wallfahrt freut sich Prior Pirim Holzschuh: „Das hat ganz klein angefangen mit 50 Leuten und einen enormen Zulauf bekommen“, sagt er. „Die Philippiner sind ein sehr katholisches Volk, dabei haben sie eine tiefe und gleichzeitig leichte Art der Religiosität. Lachen und Weinen liegen da nah beieinander. Sie bringen viel Fröhlichkeit mit.“

Pater Gabriel Chumacera betreute die Wallfahrt. Bei der Kollekte der Festmesse am Pfingstmontag sammelten die zahlreichen Gläubigen für seine Eltern, die auf den Philippinen leben.