Evangelische Gemeinde hat neue Pfarrerin

Pfarrerin Adelheid Neserke (vorne) wurde in ihr neues Amt als Pfarrerin im evangelischen Thomaszentrum in Bochum-Querenburg-Steinkuhl eingeführt. Begleitet wurde sie von Superintendent Peter Scheffler (li.), Pfarrer Michael Wuschka und Pfarrerin Silke Häger.
Pfarrerin Adelheid Neserke (vorne) wurde in ihr neues Amt als Pfarrerin im evangelischen Thomaszentrum in Bochum-Querenburg-Steinkuhl eingeführt. Begleitet wurde sie von Superintendent Peter Scheffler (li.), Pfarrer Michael Wuschka und Pfarrerin Silke Häger.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Amtseinführung von Adelheid Neserke im Querenburger Thomaszentrum. Mehr als 200 Gottesdienstbesucher spenden lange Beifall.

Steinkuhl. Türen auf: So hieß es gleich doppelt im Thomaszentrum der evangelischen Gemeinde Querenburg. Für die mehr als 200 Gottesdienstbesucher wurden zur Amtseinführung von Pfarrerin Adelheid Neserke auch die Seitenflügel geöffnet. Bei der Übergabe der Ernennungsurkunde klatschte das Publikum lange Beifall. Die 44-Jährige ist damit mit sofortiger Wirkung Amtsinhaberin der 1. Gemeindepfarrstelle, allerdings mit halbem Umfang.

Warum die Pfarrerin in dieser Gemeinde so willkommen ist und in dieser auch gerne tätig sein will, erklärte Superintendent Peter Scheffler: „Sie entschieden sich für Querenburg, weil dort viele Leute sind, die etwas tun und bewegen wollen. Die Zusammenarbeit mit Pfarrer Gemeindepfarrer Michael Wuschka können Sie sich auch gut vorstellen.“

Die Gemeinde betreffend betonte Scheffler: „Diese erwartet mit Ihnen und dieser Wahl einen Aufbruch und Neuanfang in der Gemeindearbeit.“ Der Beifall am Wahltag galt deshalb auch der Gemeinde selbst, so der Superintendent. die zuletzt schwierige Jahre durchgemacht habe.

Hintergrund: Seit März 2006 gab es in der Gemeinde jahrelange heftige Auseinandersetzungen um die Zukunft der Gemeindezentren und –bezirke. Sie führten im August 2009 zur Auflösung der Gemeindeleitung durch einen Bevollmächtigtenausschuss und im Februar 2012 zur Schließung der Apostelkirche im Ökumenischen Kirchenforum, nebst der Gemeinderäume.

Die neue Pfarrerin hielt sofort ihre erste Predigt im Amt. Passend zum Ausgangspunkt der Passionszeit erinnerte sie daran, wie Jesus den Jüngern seine kommende Leidenszeit ankündigt und deren Vorstellung von ihm als zukünftigen König der Juden zusammenbricht.

Neserke interpretierte diese Leidenszeit als christliches Kernthema mit dem Tod Christi an Karfreitag und dessen Auferstehung zu Ostern gleichwohl positiv. „Gott hat auf Wiedergutmachung verzichtet und uns damit Versöhnung geschenkt“, so die Pfarrerin. „Für uns heute heißt das, nicht auf das eigene Recht zu bestehen, sondern Versöhnung zu schaffen.“

Nach dem Gottesdienst folgte ein Empfang. Grußworte gab es unter anderem von Helmut Breitkopf-Inhoff (Bezirksbürgermeister Bochum-Süd), Burkhard Allner und Carola Schierz (Leitung Ökumenisches Studienwerk), dem katholischen Gemeindereferenten Florian Rommert (St. Paulus), Ahmed Aweimer (Islamischer Kulturverein Bochum) sowie von der Gemeindejugend und dem -beirat.