Eiersuche zwischen Dampfloks

Auf dem Gelände des Eisenbahnmuseum Dahlhausen fand wieder die Ostereiersuche statt. Die kleine Emilie Dang, hier zusammen mit ihrer Mutter Carol Dang,freut sich über ihren Fund.
Auf dem Gelände des Eisenbahnmuseum Dahlhausen fand wieder die Ostereiersuche statt. Die kleine Emilie Dang, hier zusammen mit ihrer Mutter Carol Dang,freut sich über ihren Fund.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Osteraktion im Eisenbahnmuseum in Dahlhausen war gut besucht. Gäste aus Süddeutschland erleben sie als „Tour de Ruhr“.

Dahlhausen.. Das dunkelrote Osterei war tief in den Zylinder der Lokomotive hinein gerutscht. Der vierjährige Aaron kam einfach nicht mehr ran an seinen ersten Fund des Tages. Auch Bundesbahn-Schaffner Frank Gerhard von der Stiftung Eisenbahnmuseum vermochte es nicht, das Ei wieder hervorzuzaubern. Es saß zu fest.

„Wir waren im letzten Jahr schon hier. Ich fand die Idee einfach süß“, sagte Aarons Mutter, Monika Janot, und setzte die Suche mit ihren Kindern zuversichtlich fort.

Insgesamt versteckte der Osterhase am Sonntag 1000 bunte Eier zwischen den Dampfloks im historischen Ringlokschuppen in Dahlhausen. Dabei hätte die Suche bei brillantem Sonnenschein durchaus unter freiem Himmel Freude bereitet. „Aus Sicherheitsgründen sind die Eier nur im Lokschuppen versteckt. So bleibt es etwas unter Kontrolle“, erläuterte Frank Gerhard, der gemeinsam mit Kollegen stets für den Eiernachschub sorgte. Zahlreiche Familien mit Kindern folgten dem Aufruf der Stiftung Eisenbahnmuseum und bevölkerten schon pünktlich zum Einlass ab zehn Uhr das Gelände. Mit bunten Filztaschen oder Osterkörbchen in der Hand spähten sie sogleich nach Farbtupfern zwischen den schweren Zugmaschinen.

Ein bisschen Glück gehörte bei diesem Ansturm schon dazu, ein Ei aufzuspüren. Doch am Ende des Tages war der Besuch im Eisenbahnmuseum selbst ohne Osterei ein schöner Ausflug. Für die Baden-Württemberger Klaus und Coletta Mertens und ihre zwei Kinder, gehörte der Tag im Eisenbahnmuseum zu einer „Tour de Ruhr“. „Ich komme ursprünglich aus Bad Berleburg und fand das Ruhrgebiet schon immer interessant“, erläuterte Klaus Mertens im Führerstand, als die Dampflok plötzlich von sich hören ließ. „Das sind Eisenbahngeräusche. Die fährt bestimmt gleich los!“, rief Aaron und sprang in dem Überraschungsmoment auf seine Mutter zu. Am Ende konnten er und seine zweijährige Schwester Hannah vier Ostereier ihr eigen nennen. Zwei dienten allerdings sogleich als Wegzehrung bei einer Fahrt mit der Feldbahn. „Wer mit der S-Bahn kommt, kann auch vom Bahnhof Dahlhausen aus mit dem historischen Schienenbus, dem ,Schweineschnäuzchen’, hierher fahren“, informierte Hans-Henning Pietsch über Pendelfahrten.

Nach eifriger Ostereiersuche schmeckten vielen Gästen die Currywurst und Grillgut mit Kartoffel- oder Krautsalat vom Schultenhof aus Hattingen. Auch der Snack unter der Frühlingssonne auf Bierbänken, während im Hintergrund die Lok dampfte, beglückte die Besucher. Eisenbahner und Familien genossen eine rundum gelungene Osteraktion in Dahlhausen.