Das Dach für Malakowturm in Stiepel wird deutlich teurer

Der Malakowturm in Stiepel soll ein Dach bekommen.
Der Malakowturm in Stiepel soll ein Dach bekommen.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ärger um Mehrkosten. Aber: Die fehlenden 15 000 Euro bezuschusst die Bezirksvertretung Süd aus ihrem „Feuerwehrtopf“.

Stiepel..  Teurer als gedacht wird das Dach, das künftig den Malakowturm am Bliesstollen vor Feuchtigkeit schützen und ihn auf diese Weise erhalten soll. Rund 15 000 Euro mehr sind nötig, um das vom Westfälischen Amt für Denkmalpflege geforderte Zinkdach finanziert zu bekommen. Diese zusätzlichen Kosten übernimmt nun – wie in der gestrigen Sitzung beschlossen – die Bezirksvertretung Süd; finanziert aus bezirklichen Haushaltsmitteln, dem so genannten „Feuerwehrtopf“.

Verärgert auf die nun plötzlich auftretenden Mehrkosten reagierte Sebastian Marquardt (AfD). Er kritisierte grundsätzlich Fehlkalkulationen der Stadt und erinnerte daran, schon vor Monaten darauf hingewiesen haben, „dass wir mit den veranschlagten 60 000 Euro nicht hinkommen werden.“

Zur Erinnerung: Diesen Betrag hatten der Knappenverein Schlägel & Eisen und der Stiepeler Verein für Heimatforschung über Jahre für ein neues Dach gesammelt und schließlich 2014 an die Stadt übergeben. Diese hatte sich bereit erklärt, sich über die Zentralen Dienste um Ausschreibung und Durchführung zu kümmern.

„Wir haben uns von einem günstigen Angebot einer Firma blenden lassen.“

„Leider haben wir bei der Ausschreibung bemerkt, dass wir um 15 000 Euro höher liegen als bei der ursprünglichen Kalkulation“, gab Marcus Kamplade vom Umwelt- und Grünflächenamt zu. Und auch Verwaltungsstellenleiter Peter Sennin räumte ein: „Wir haben uns von einem damaligen günstigen Angebot einer Firma, das der Knappenverein erhalten hatte, blenden lassen.“ Letztlich stellte sich heraus, dass die Zimmerarbeiten doppelt so teuer sein würden. War man im November 2012 noch von 16 660 Euro ausgegangen, liegt man nun bei 31 904 Euro. Ein durchaus branchenüblichen Kostenvoranschlag, wie Peter Sennin anhand der Ausschreibung nun weiß.

Dennoch will die Bezirksvertretung sicher gehen, kein Geld zum Fenster rauszuschmeißen – und fordert nach Beendigung der Arbeit einen entsprechenden Nachweis.