Bürgerschützenverein Weitmar-Mark feiert Jubiläum

Mario Skroch, Vorsitzender des BSV Weitmar-Mark, wird bei der Auswertung der Schießergebnisse von einigen der Teilnehmer beobachtet.
Mario Skroch, Vorsitzender des BSV Weitmar-Mark, wird bei der Auswertung der Schießergebnisse von einigen der Teilnehmer beobachtet.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
BSV Weitmar-Mark wird 80 Jahre alt, verzichtet zum Jubiläum aber auf das altbewährte Schützenfest. Jubiläumsball folgt im Herbst.

Weitmar-Mark..  Das Neujahrsschießen beim Bürgerschützenverein (BSV) Weitmar-Mark hat schon fast Tradition. Seit mehr als 15 Jahren gestaltet der Club auf diesem Wege den Aufgalopp in eine weitere Saison, die heuer eine besondere sein wird: 1935 gegründet, feiert der BSV sein 80-jähriges Bestehen.

Wie gefeiert wird, steht noch nicht so genau fest. Geplant sei aber bereits ein kleines Sommerfest an der Vereinsgaststätte „Ritter-Eck“, wo auch das Neujahrsschießen stattfand. Zudem will die Gruppe einen Jubiläumsball im Herbst veranstalten. Auf ein altbewährtes Schützenfest, wie es früher einmal Sitte war, verzichtet der BSV hingegen. „Mit Tradition allein geht heute nichts mehr“, betont der Vorsitzende Mario Skroch (47). Und weiß seinen Verein dennoch, oder gerade deswegen, auch im 80. Jahr gut aufgestellt.

Denn inzwischen orientieren sich die Schützen in Weitmar-Mark mehr am Leistungsgedanken. Auch acht Jugendliche treffen dabei regelmäßig ins Schwarze, profitieren von dieser Philosophie. So wurden etwa Stephan Krone, Robin Aaron Kachel-Oldach und Maurice Skroch Mannschaftsstadtmeister 2014 (LG-Gewehr aufgelegt Schüler), einzeln erzielten sie ebenso ihre Erfolge. Was das Sportschießen für die Jüngeren interessant macht, erklärt Mario Skroch: „Es geht nicht nur ums Schießen. Zusammengehörigkeit, Koordination und Konzentration zu fördern, ist unser Anliegen.“

An Spitzensport dachte bei der Vereinsgründung wohl niemand

An so etwas wie Spitzensport dachte bei der Vereinsgründung 1935 wohl keiner. In der Chronik heißt es dazu: „Es war im April des Jahres 1935, als eine Hand voll Männer bei einer Stammtischrunde auf den Gedanken verfiel, auch in der unteren Weitmar-Mark einen Schützenverein zu gründen. Man wusste, dass im Neuling und in der oberen Mark schon drei Vereine bestanden, die untereinander regen Kontakt pflegten… Einen großen Anteil am Zustandekommen hatte wohl der Gastwirt Heinrich Abbenath, der auch sonst ein leidenschaftlicher Jäger war. Weitere Männer der ersten Stunde waren unter anderem Felix Sommer als Vorsitzender, Eduard Stracke als Geschäftsführer, Fritz Oberstebrink als Schießwart. Ferner sind die Namen Arndt, Förster, Grass, Kowertz, Leick, Marecki, Pape, Rateyzak, Salhöfer, Sandführ, Vorkote, um nur einige zu nennen, vielen Weitmarer Bürgern ein Begriff. Mäzen und Ehrenmitglied war der damalige Betriebsführer der Zeche ,Prinz Regent’ Niedereichholz.“ Zahlreiche Dokumente aus der Gründerzeit sind jedoch im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen.

Mario Skroch gehört dem BSV seit 35 Jahren an, ist seit 1995 Vorsitzender. Fast genauso lang findet das Neujahrsschießen statt. Eine Einrichtung, die sich auch an Laien richten soll, die sich einmal „an der Waffe“ probieren möchten. Heuer setzten sich dabei allerdings die „Profis“ durch: Peter Tannheuser, aktueller Deutscher Meister im Mannschaftsschießen der Senioren, siegte vor Stefan Hille (beide Blau-Weiß 05 Oberdahlhausen) und Horst Houy (Post Linden). In der Jugendwertung zeigte sich Maurice Skroch zielsicher vor Max Schuster (Oberdahlhausen). Mit gut 35 Teilnehmern insgesamt konnte Mario Skroch durchaus zufrieden sein mit dem Start ins Jubiläumsjahr.