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Bergbaugeschichte auf 500 Seiten

04.11.2012 | 17:29 Uhr
Bergbaugeschichte auf 500 Seiten
Die Autoren Manfred Bähr (links) und Jürgen Niedringhausen.Foto:marga

Stiepel.   Buch erinnert an die Geschichte der Bochumer Zechen von 1620 bis 1974

Über 500 Seiten, rund 200 Fotos, Statistiken, ein umfangreiches Glossar und jede Menge Informationen: Das Buch „Bochumer Zechen – Datensammlung über die Bochumer Zechen seit Beginn 1620 bis zum Ende 1974“ liegt nicht nur schwer in der Hand des Lesers. „Es ist vermutlich auch eine Datensammlung, die es so vorher noch nicht gab.“ Das meint jedenfalls Jürgen Niedringhausen, Mitglied des Vorstandes vom Landesverband der Berg- und Knappenvereine NRW, zu diesem aktuellen Werk über die Bergbaugeschichte in Bochum.

Manfred Bähr, Autor des Buches und zweiter Vorsitzender des Knappenvereins Schlägel & Eisen Bochum-Stiepel/Dorf 1884, kam die Idee zu diesem Werk bei den Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Bestehen der Stiepeler Dorfkirche im Jahr 2008, und er erhielt von seinem Knappenkameraden Horst Beckmann tatkräftige Unterstützung für dieses ehrgeizige Unterfangen.

Das Duo hatte nämlich bereits etwas zum Thema Bergbau in Stiepel publiziert. Das positive Echo auf die Schrift „Grubenfelder und Bergbau in Stiepel“ war schließlich der Grund dafür, sich gemeinsam vier Jahre mit intensiver Recherche und Archivarbeit zu beschäftigen.

Die zeitliche Entwicklung des Bergbaus in Bochum kann aufgezeigt werden

„Dieser Zuspruch ermutigte uns, das Thema auf alle Zechen in den Bezirken Bochums von den Anfängen des Bergbauens bis 1974 zur Stilllegung der Zeche Holland, der letzten Bochumer Zeche, zu übertragen und deren Geschichte aufzuarbeiten“, erklärt Manfred Bähr seine Motivation, sich dieses großen Themas anzunehmen.

So ist die vollständige Erfassung der Bochumer Zechen von Beginn der systematischen Aufzeichnungen des Steinkohlebergbaus bis zur Stilllegung des letzten Bergwerks in Bochum entstanden.

In einer Art Datenbank werden relevante Daten der Bochumer Zechen wie Name, Besitzer, Standort, Jahreszahlen und Fotos zusammengestellt. „So kann die zeitliche Entwicklung des Bergbaus in den einzelnen Bezirken Bochums aufgezeigt sowie Betriebszeitenzyklen und Auswertungen in Diagrammen genau dargestellt werden“, erklärt Manfred Bähr die Struktur des Buches. Damit liefert das Buch hervorragendes Informationsmaterial für jeden, der sich intensiv mit der Geschichte einzelner Bochumer Zechen beschäftigen will.

Erlös ist für das Dach des Malakoffturmes gedacht

Dass der Bergbau für Manfred Bähr fürwahr eine Herzensangelegenheit ist, zeigt sich auch darin, dass der Erlös aus dem Buchverkauf dem Dach des Malakoffturmes der Zeche Brockhauser Tiefbau zu Gute kommen. Das Buch ist im Handel oder beim Knappenverein Schlägel & Eisen erhältlich.

Von Margrid Gantenberg



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