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Bauschaden: Petri-Portal gesperrt

29.08.2009 | 10:00 Uhr

Gemeinde muss das 1,2 Millionen Euro schwere Sanierungsprogramm für die „Kirche auf dem Berg” zügig beginnen.

Wiemelhausen. Wer in den letzten Tagen die Wiemelhauser Straße entlang fuhr, hat es sicher schon gesehen: Der Zugang zur Petrikirche ist mit hohen Baugittern versperrt und fest verriegelt. Treppe und Haupteingang der mehr als 100 Jahre alten „roten Kirche auf dem Berg”, wie das evangelische Gotteshaus von vielen Bochumern genannt wird, dürfen zur Zeit nicht betreten werden. „Aus Sicherheitsgründen”, wie Kirchmeister Dieter Meischein betont.

Denn hoch oben über dem Hauptportal hat sich ein großer Stein aus dem Gemäuer gelöst und ist direkt vor den Eingang gestürzt, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Aber nun muss die Gebäudesanierung, die schon in Planung war, zügig begonnen werden. Denn der Zahn der Zeit nagt an dem roten Backsteingemäuer.

Dieser Stein löste aus der Fassade der Petri-Kirche.

Nach erstem Besichtigen und Begutachten durch ein Architektenbüro steht fest: Hier muss viel geschehen. Das komplette Sanierungsprogramm umfasst das Dach, dort müssen unter anderem Wasserabläufe installiert und Bleischürzen angebracht werden, die Außenfassaden und die Ziertürmchen. „Im Laufe der kommenden Jahre rechnen wir mit Kosten von ca. 1,2 Millionen Euro”, stellt die Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrerin Dr. Ellen Strathmann-von Soosten, klar.

Eine stolze Summe, die größtenteils durch Spenden aufgebracht werden muss. „Durch Ausgleichen der vorhandenen, offenen Baukassen aus den letzten 25 Jahren ist für die sofortigen Sicherungsmaßnahmen noch ein wenig Geld vorhanden, aber das ist bei solch einer großen Summe, die wir für die Sanierung unserer Kirche benötigen, nur ein Tropfen auf den heißen Stein”, rechnet Kirchmeister Dieter Meischein vor. Auf verschiedenen Wegen, so überlegt man im Presbyterium, möchte man so viele Menschen wie möglich dazu bewegen, zum Erhalt ihrer Kirche beizutragen.

„Für den Erhalt der Kirche wollen wir jetzt einen Förderverein gründen und wir lassen uns in Fundraising schulen”, erläutert Meischein erste Überlegungen des Presbyteriums.

Und allen Unkenrufen zum Trotz: Gottesdienste finden selbstverständlich wie gewohnt in der Petrikirche statt, auch wenn sie zurzeit nur durch den Seiteneingang betreten werden darf. „Besonders bei Hochzeiten ist das natürlich sehr schade”, bedauert Strathmann-von Soosten. Doch nun soll zügig ein Schutztunnel installiert werden, damit man die rote Kirche auf dem Berg auch während der Baumaßnahmen wieder durchs Hauptportal betreten kann.

Spendenbereitschaft ist in

Wiemelhausen durchaus vorhanden. Das hat sich schon vor Jahren gezeigt, etwa, als für die neue Orgel mit vielen fantasievollen Aktionen sehr erfolgreich geworben wurde. Ebenso haben sich viele an den Kosten zur Restaurierung der Türen beteiligt.

FHR

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