Adelheid Neserke wird neue Pfarrerin in Querenburg

Presbyterin Claudia Sarawara bei der Stimmabgabe. Mit dabei: Pfarrer Dr. Volker Becker (links) und Superintendent Peter Scheffler vom Ev. Kirchenkreis
Presbyterin Claudia Sarawara bei der Stimmabgabe. Mit dabei: Pfarrer Dr. Volker Becker (links) und Superintendent Peter Scheffler vom Ev. Kirchenkreis
Foto: Wicho Herrmann
Was wir bereits wissen
Die Wahl fiel einstimmig aus: Adelheid Neserke wird neue Pfarrein der Evangelischen Kirchengemeinde Querenburg.

Steinkuhl..  „Wahnsinn!“ Das rief ein Besucher des Gottesdienstes anlässlich der Wahl von Pfarrerin Adelheid Neserke auf die erste Pfarrstelle in der ev. Gemeinde Querenburg. Er freute sich gemeinsam mit 100 weiteren Beifall klatschenden Besuchern im Thomaszentrum, dass die Wahl für Neserke einstimmig ausfiel. Scheinbar ein Novum in der über 40-jährigen Geschichte der Kirchengemeinde, zumal seit Januar 2007 jahrelang heftig um die Zukunft der Gemeindehäuser und -bezirke gestritten wurde (die WAZ berichtete).

„Ich habe große Hoffnung, dass wir heute zu einem klaren und eindeutigen Ergebnis kommen“, betonte kurz zuvor Superintendent Peter Scheffler, der die Wahl beaufsichtigte. Das mit Spannung erwartete Ergebnis – kaum einer verließ nach dem Gottesdienst vorab den Saal – gab ihm Recht.

Gleichzeitig war bei allen Versammelten eine große Erleichterung spürbar. Denn: Die Wahl der 45-jährigen Pfarrerin wird als richtungsweisend für die zukünftige Gemeindearbeit gesehen. „Ich freue mich, dass es bald wieder eine langfristige, feste Ansprechpartnerin hier im Thomaszentrum gibt“, sagte zum Beispiel ein älteres, aktives Gemeindemitglied. Ute Zaposek und Insa Hartmuth erklärten wiederum: „Wir haben die große Hoffnung, dass sie neue Impulse für die gemeindliche Arbeit hier setzt.“

Kandidatin überzeugte bei den Probepredigten

Die beiden bezogen sich dabei auf die Probepredigt, die Neserke kurz vor Weihnachten hielt: „Ihre aufmerksame persönliche Art, ihre fachliche Kompetenz und ihre tolle Stimme sprachen uns an.“ So habe Adelheid Neserke nicht nur gut gepredigt zur „Verkündung der Geburt Jesu an Maria“. Sie habe auch mit einem feministischen und basisbezogenen Standpunkt klare Position bezogen.

Die Probekatechese der Pfarrerin im Kindergottesdienst kam ebenfalls gut an. „Ihre Ausführungen zu den Heiligen Drei Königen waren sehr anschaulich“, so Presbyter Kay Gernerodt. Beide Gottesdienste stießen zudem mit gut 130 sowie 70 Besuchern auf großes Interesse.

Für Gemeindepfarrer Michael Wuschka ist Neserke ebenfalls eine gute Wahl. „Nach einem ausführlichen Vorgespräch im Presbyterium Ende Oktober waren wir alle begeistert von ihr“, erklärte er. „Wir forderten sie deshalb auf, sich für die Pfarrstelle zu bewerben.“

Die halbe Pfarrstelle war seit dem Abschied von Pfarrerin Anja Sonneborn im März 2008 unbesetzt. Da zwischenzeitlich ein Bevollmächtigtenausschuss die Gemeinde leitete, konnte ein neu gewähltes Presbyterium die Pfarrwahl erst ab Mitte 2012 angehen. Vakanzvertretungen übernahmen im Wechsel die Pastoren Silke Hägar, Pascal Schilling und Frank Weyen.