Fest im Stadtteil verwurzelt

Seit 25 Jahren steht das Heinrich-König-Zentrum im engen Kontakt mit den Nachbarn und den Vereinen rundum.
Klaus Thormählen
Süd. Als vor 25 Jahren im Mai 1984 der erste Bewohner in das neu errichtete Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt am Wabenweg 14 - 16 einzog, gab es noch keine Pflegeversicherung. Ältere Menschen, denen es zu beschwerlich wurde, täglich die Kohlen aus dem Keller in den dritten Stock zu schleppen oder die sich nach dem Tod ihrer Ehefrau nicht mit dem Haushalt zurechtfanden, bewarben sich mit Erfolg um die Heimplätze. Im September 1984 war das Heim voll belegt.
In einer Feierstunde mit anschließendem Nachmittagsprogramm berichtete der Heimleiter Peter Schmidt von diesen Anfängen. Er bedankte sich vor allem bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, die das Stammpersonal in ihrer verantwortungsvollen Arbeit in Pflege und Betreuung sehr unterstützen und entlasten.
Der Leiter der ersten 22 Jahre, Erich Bietz, war ebenfalls anwesend. Als Schmidt sich bei den 13 Mitarbeiterinnen Antje Bodde, Ludowika Brzezicha, Dagmar Czudzewitz, Gertrud Fabian, Iris-Angelika Petz, Marie-Luise Rabbe, Sigrun Ringelband, Christel Schopohl, Christiane Semrau, Monika Steinke, Bärbel Wiethoff und Wilhelm Ramacher bedankte, weil sie schon über 20 Jahre zum Heinrich-König-Zentrum gehören, wurde deutlich mit welch einem jungen Team damals Erich Bietz die Arbeit aufnahm.
Er beschritt von Anfang an neue Wege. Unterstützt wurde er wesentlich von dem Bezirksvorsteher Prof. Dr. Hellmuth Burchhardt, der seinen Einfluss auf die Stiepeler Vereine ausnutzte, sie zu bewegen, mit Veranstaltungen den Alltag des Seniorenzentrums zu beleben. So wurde das Seniorenzentrum räumlich und inhaltlich ein integrierter Bestandteil von Weitmar und Stiepel gleichermaßen. Zu den benachbarten Kindergärten und zur Natorpschule bestehen seit Jahren enge Kontakte. Von Anfang an sorgten der Heimatverein Stiepel mit plattdeutschen Nachmittagen und der Rassegeflügelzüchterverein Phönix Stiepel mit der Nikolausfeier und Geflügelausstellungen für beliebte Abwechslung im Alltag der alten Menschen.
Weil das sehr wichtig ist vor allem für die wachsende Zahl von Demenzkranken, kommt auch der Verein Tier und Mensch regelmäßig mit seinen Hunden ins Zentrum. Rund um das Haus befinden sich drei Seniorenwohnanlagen, deren Bewohner zu den Veranstaltungen des Hauses eingeladen werden.
Da seit Einführung der Pflegeversicherung nur noch ins Heim kommt, wer eine vom Medizinischen Dienst festgestellte Pflegestufe hat, haben sich die Bedingungen wesentlich verändert. Die Zahl der Gebrechlichen und Bettlägerigen ist immer größer geworden. Darauf muss auch mit baulicher Anpassung reagiert werden, die momentan den Betrieb des Hauses beeinflusst. Deshalb entschuldigte sich Peter Schmidt bei den Gästen auch dafür, dass das Jubiläum nicht in größerem Rahmen gefeiert werden konnte. Das wird nachgeholt, wenn im nächsten Jahr die Umbauten fertig sind, dann auch mit Beteiligung des Vorstands der AWo Westliches Westfalen.
An den offiziellen Teil schloss sich die Unterhaltung an. Sänger Andy Cane und das Bläserensemble der RAG sorgten mit Melodien aus dem letzten Jahrhundert für erinnerungsreiche Stunden bei Bewohnern und Gästen.












