Suche per Hubschrauber nach Vermisstem - er wollte nur ein Bierchen trinken
26.12.2012 | 15:36 Uhr 2012-12-26T15:36:00+0100
Bochum/Wattenscheid. Weil ein Hund ohne sein Herrchen nach Hause kam, suchte die Polizei in der Heiligen Nacht mit einem Hubschrauber und Streifenwagen nach einem 44-jährigen Mann. Er wurde gefunden und war wohlauf; er habe sich nur ein Bierchen genehmigen wollen, meinte er.
Das dumpfe, laute Wummern der Hubschrauberrotoren riss die Menschen in der Stillen Nacht aus dem Schlaf. Gegen 3 Uhr in der Nacht von Heiligabend auf den 1. Weihnachtsfeiertag schien der Helikopter über den Häusern der Ortsteile Günnigfeld und der Südfeldmark für eine gefühlte Unendlichkeit still zu stehen. Das dumpfe Hämmern beherrschte die Dunkelheit. Dass die Polizei dort eine Suchaktion durchführte, musste den Aufgewachten klar sein.
Zehn Minuten Gassi gehen
Folgendes hat sich nach Information der Bochumer Polizei abgespielt: Ein 44 Jahre alter Mann aus dem Ortsteil Günnigfeld wollte nachts noch eine Runde mit dem Hund drehen. Er hatte seiner Frau gesagt, einen etwa zehnminütigen Kurzspaziergang mit dem Vierbeiner unternehmen zu wollen.
Gegen 2.30 Uhr alarmierte die Frau die Polizei, da der Hund allein – ohne Herrchen – vom Gassigang zurückgekehrt war. Die Polizei setzte Hubschrauber und Streifenwagen ein und machte sich auf die Suche nach dem vermissten Mann.
Abgesucht wurden die Ortsteile Günnigfeld und die Südfeldmark, vor allem aber das Gelände Krupp-Wald und das nach Nordosten angrenzende Gebiet der ehemaligen Zeche Hannover in Hordel. Der Helikopter musste seine Suchaktion allerdings erfolglos abbrechen.
Gegen 4.15 Uhr, also etwa eine eindreiviertel Stunde später, traf die Polizei, die noch mit einem Streifenwagen die Suche fortsetzte, den Vermissten auf der Parkstraße in Wattenscheid an. Durch die genaue Beschreibung der Frau konnten die Beamten ihn recht schnell identifizieren.
Nur noch ein Bierchen
Er habe sich nur noch nur noch ein Bierchen genehmigen wollen, gab der Gesuchte, der wohlauf und gesund war, den Beamten als Erklärung.

14:58
War der Mann in irgendeiner Weise behindert,daß man von einem Notfall ausgehen
konnte? Ausserdm kann der gute Mann zuhaus anrufen,ist ja wohl logisch,daß der Hund alleine nach Haus findet (kann dem Fiffi ja 1 Zettel an den Hals machen (Briefhund)
16:12
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09:11
...sind ja mal wieder nur Experten unterwegs,hier
08:33
wenn der hund alleine heim kommt, hätte es auch sein können, dass herrchen irgendwo mit einem herzinfakt oder einer ähnlichen lebensbedrohlichen situation liegt! da kann man nicht erst 24 stunden warten! dem ehemann hätte ich mal gründlich den a....verhauen!!!!;-)
23:46
Diese Suchaktion ist in der Tat erstaunlich.
So schnell wird eigentlich sindt nicht reagiert.
Wobei aus dem Bericht leider nicht hervorgeht, wie lange der Mann denn nun verschwunden war, als die Polizei eingeschaltet wurde.
Wenn er "nachts" losgegangen ist und um 2:30 schon die Polizei alarmiert wurde, war er vielleicht erst 2 Stunden weg. Da ist so eine Suchaktion eher unüblich.
Vieleicht waren die armen Schweine auf der Wache, die da an Heiligabend Dienst schieben mussten, einfach nur froh, dass sie wenigstens was zu tun kriegen. Verstehen könnte ich das.
23:25
Was postulierte noch die Polizei-Gewerkschaft:
Wegen der "dünnen Personaldecke" sollen kleine Verkehrsunfälle nicht mehr von der Polizei aufgenommen werden. Na klar, die Beamten sind nachts mit Streifenwagen und Hubschrauber unterwegs (ausgerechnet in dem tollen Bezirk Grenze GE/BO).
Blöder Kommentar!
PS: Das "Postulat" war der Vorschlag des Polizeipräsidenten von Münster!
19:18
Man darf nur hoffen, dass das Ehepaar dafür eine Privatrechnung bekommt, oder?
Im "Normalfall" wird nach einer erwachsenen Person im Falle eines Verschwindens erst nach 24 Stunden gesucht.
Da es sich hier scheinbar, so impliziert es zumindest der Artikel, um einen möglichen Suizidversuch oder auch ein ein Unglück oder ein Kapitalverbrechen gehandelt haben könnte (warum kehrt der Hund alleine heim...), so rückte die Polizei sofort aus.
Nein, keine Privatrechnung!
ich würde auch nicht wollen, dass meine Frau erstmal ne Woche wartet, ob ich wirklich verschwunden bin, um die Kosten zu vermeiden.
Sie hat ja in gutem Glauben gehandelt und sich wirklich Sorgen gemacht. Missverständnisse kommen halt vor. Aber ein Handy würde ich dem Typen mal empfehlen :)