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Strafprozess nach Kieferbruch

23.04.2007 | 14:39 Uhr

Drei junge Männer sollen einen 28-Jährigen im Hauptbahnhof getreten und geschlagen haben

Nach einem doppelten Kieferbruch, die ein 28-jähriger Mann auf dem U-Bahnsteig im Bochumer Hauptbahnhof erlitten haben soll, stehen seit gestern drei junge Männer (19, 19, 28) vor dem Amtsgericht. Der Student, der Schüler und der Auszubildende, darunter zwei Bochumer, sollen das Opfer krankenhausreif geschlagen und getreten haben. Sie geben die Attacke im Grunde auch zu. Nur den doppelten Kieferbruch wollen sie nicht auf ihre Kappe nehmen: Das müsse dem Opfer wohl später woanders passiert sein.

Es war der 18. März 2006, 23.45 Uhr. Der Alkohol hatte bei fast allen die Sicherungen gelockert. Der 28-Jährige, drogensüchtig, soll auf der U-Bahn-Etage das Fahrrad eines Freundes der drei Angeklagten zu stehlen versucht haben. Es flogen verbal die Fetzen - und die Fäuste. Der 28-Jährige soll einen von ihnen bespuckt und ihm eine Bierflasche über den Kopf gezogen haben. Als der 28-Jährige in eine U-Bahn stieg, soll er von den Angeklagten wieder herausgezerrt und am Boden liegend geschlagen und verprügelt worden sein.

Damals ging der Verprügelte ins Bergmannsheil. Im Attest steht aber nichts von Kieferverletzungen, nur von Fingerschmerzen. Also muss das Opfer als Zeuge her. Es war gestern aber nicht im Gericht, sondern in einer Drogenentzugsanstalt. Der Prozess wird am 4. Mai fortgesetzt. B.Ki.



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