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Bochumer Symphonie

Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor

11.07.2011 | 17:00 Uhr
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
Die neue Geschäftsführerin der Stiftung Symphonie, Dr. Britta Freis, mit GMD Steven Sloane (mi.) und Stiftungs-Vorstand Thomas Jorberg . Foto: Matthias Graben

Bochum.Die Stiftung Bochumer Symphonie hat eine neue Geschäftsführerin: seit dem 1. Juli ist Dr. Britta Freis in dieser Position für die Stiftung tätig. Jetzt wurde die 42-Jährige offiziell vorgestellt.

Freis soll in den nächsten Monaten und Jahren die Stiftung in der Öffentlichkeit vertreten, vor allem aber in der Akquise von Spenden aktiv werden. „Ich gehe in eine Aufgab, vor der ich weiß, dass wir es gemeinsam schaffen werden“, so Freis mit Blick auf den Bau des Musikzentrums, an dessen Finanzierung die Stiftung Bochumer Symphonie beteiligt ist. Bekanntlich fehlen der Stiftung noch 4 Millionen Euro, um ihren Anteil am insgesamt 33 Millionen Euro schweren Bauvorhaben zu stemmen. Freis ist davon überzeugt, dass diese Summe eingeworben werden kann, „und zwar nicht nur von Großspendern“. Vielmehr komme es auf jeden noch so kleinen Betrag an - vor allem wegen des Bewusstseins, das auch hinter einer 40-Euro-Spende stecken kann: „Ich werde transparent machen, dass das Musikhaus ein Projekt ist, das alle Bürgerinnen und Bürger angeht, nicht nur die Klassik-Fans.“

„Wir sind weit gekommen“

Das Musikzenrum (früher: „Konzerthaus“) ist ein Bochumer Dauerbrenner. Solange über das Vorhaben diskutiert wird (über zehn Jahre), so oft standen die Finanzierung und damit der Bau des Hauses generell auf der Kippe. Erst mit der überraschenden Zusage von Landesmitteln und –bürgschaften Ende letzten Jahres bekam das Langzeit-Projekt wieder konkreten Gegenwartsbezug. Im nächsten Jahr könnte, wenn alles klappt, der Baubeginn auf dem heute als Parkplatz genutzten Areal an der Viktoriastraße erfolgen. „Wir sind so weit gekommen, jetzt wollen wir das Unternehmen auch erfolgreich abschließen’“, bekräftigt Generalmusikdriektor Steven Sloane, der sich immer als „Zugpferd“ für den Bau der Bochumer Symphonie verstanden hat.

Musik ist die Klammer

An diesem Punkt will auch Dr. Britta Freis ansetzen. „Das Musikzentrum ist mehr als ein Konzertsaal“, bekräftigt die gestern vorgestellte neue Geschäftsführerin der Stiftung Bochumer Symphonie. Das Haus sei eine städtebauliche Chance für Bochum und ein „Riesenangebot für die Bochumer Bürger“. Als Begegnungsstätte von Jung und Alt, von Musikern und Nichtmusikern. „Die Musik ist die Klammer, die die Menschen in diesem Haus verbinden und zusammenführen wird. Darin liegt die gesellschaftliche Bedeutung des Musikzentrums. Das werde ich in Zukunft immer wieder deutlich machen.“

„Mehr Öffentlichkeit“

Freis räumt ein, dass - ganz abgesehen vom politischen Geplänkel - zumal die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Bochumer Symphonie in der Vergangenheit nicht immer optimal war. „Aber ich schau jetzt voraus: Es geht uns um Transparenz und es geht um die Vermittlung dessen, was dieses Haus sein kann.“ Konkrete Pläne sind noch nicht geschmiedet, aber grundsätzlich heißt die Stoßrichtung der Geschäftsführerin: „mehr Öffentlichkeit“. Werbewirksame Aktionen, Info-Veranstaltungen und die Wiederbelebung der Stuhlpatenschaften für das neue Haus schweben Freis vor.

Spender gezielt ansprechen

Benefiz fürs Konzerthaus

Einer ihrer Hauptbetätigungsfelder aber wird die Akquise von weiteren Stiftungsmitteln sein. In der Kalkulation des Musikzentrum (aktuelles Gesamtvolumen 33,2 Millionen Euro) beläuft sich der Anteil, den die Stiftung beibringen muss, auf 14,2 Millionen Euro. Weitere 16,5 Mio sollen überwiegend aus EU-Mitteln kommen, die Stadt schießt 2,4 Mio Euro zu. Vier Millionen Euro fehlen der Stiftung noch, um die ihr verpflichtete Summe zu garantieren. „Andersherum betrachtet, haben wir bereits fast 10 von 14 Millionen eingesammelt“, sagt Freis. Sie ist zuversichtlich, dass durch gezielte Ansprachen in Bochum und im Ruhrgebiet die heute noch fehlenden Gelder fließen werden. Erfahrung im Einwerben hat die gelernte Bankkauffrau. Als Leiterin der Stabsstelle Stiften und Fördern kümmerte sich Freis zuletzt an der Ruhr-Universität u.a. um das Fundraising, etwa was Stipendien für Studierende angeht.

Unterschiedliche Motive

Freis weiß, dass es bei den Spenden für die Bochumer Symphonie die unterschiedlichsten Motive gibt. „Wir haben Privatpersonen, die ihren 60. Geburtstag zu Gunsten der Stiftung ausrichten, und wir haben Firmen, die z.B. an einem gewissen Werbeeffekt im Gegenzug interessiert sind.“ Zu beraten, zu informieren, präsent und offen zu sein – darin sieht Britta Freis den Schlüssel zum Erfolg. Es komme auf jede Spende an, und sei sie noch so klein: „Jede Kleinspende ist extrem wichtig“, sagt Freis, wobei Steven Sloane noch einen Schritt weitergeht: „Für mich sind alle Spenden gleich ,groß’“, sagt der Dirigent - weil sie alle den „Traum von einem Musikzentrum Wahrheit werden lassen.“ Für die neue Stiftungs-Geschäftsführerin steht darüber hinaus noch etwas fest: „Wenn erst mal die Bagger an der Viktoriastraße anrollen, wird die Spendenbereitschaft noch zunehmen.“

Jürgen Boebers-Süßmann

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Kommentare
13.07.2011
00:17
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von blanchette | #13

Ihr müßt ja die Frau Geschäftsführerin mit solchen
Fragen nicht gleich in Schwierigkeiten bringen. Na-
türlich dürfte sie ein nicht kleinliches Gehalt in Ihrer Position erhalten und falls ihre Aufgabe nicht
bewältigt werden sollte, wird sie schon eine andere adäquate Stellung erhalten, da im öffent-
lichen Dienst heutzutage nichts unmöglich ist.

12.07.2011
14:43
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von parallaxe | #12

...alles Peanuts. Wohne in Stuttgart- dort kostet der Baustopp einer U-Bahn jeden Tag sechsstellige Summen. Für nichts- reine Unterhaltungskosten. Nicht schlimm- sind nur Steuergelder, keine freiwilligen Spenden. Pflichtspenden für die Unterhaltung quasi.

12.07.2011
14:36
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von parallaxe | #11

tatsächlich- schweres Wort...

12.07.2011
14:34
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von parallaxe | #10

#7 und die laufenden Unterhaltungskosten werden dann wie beschafft ???

Super-laufende Unterhaltungskosten diese neue Wortschöpfung ergibt in dem Zusammenhang ja tatächlich Sinn. Das hat eine ganz andere Dimension als die Unterhaltskosten. Das Volk muss unterhalten werden- das kostet. Deshalb wird die Realisierung auch so in die Länge gezogen-zur Unterhaltung. Für die Kosten sorgt die Geschäftsführerin. Aber nein- die Frage war ja noch nicht beantwortet. Schönes Theater. Das Drama kann das Schauspielhaus ja irgendwann aufführen.

12.07.2011
09:56
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von Klug99 | #9

Interessante Konstallation:
Ein Scheitern der Dame wäre für Bochum, NRW und Deutschland ein großer Erfolg.

12.07.2011
09:28
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von bowohner | #8

Sehr ärgerlich ist die Tatsache, dass sowohl die WAZ-Redakteure, wie auch sämtliche Lokalpolitiker nie die entscheidende Frage stellen: Kann mit dem VORHANDENEN Geld nicht auch ein Konzerthaus gebaut werden? Da spricht man seit Jahren von fehleneden 6 Millionen und hält an einem Entwurf fest, dessen Realisierungskosten wie in Stein gemeißelt scheinen.
Man stelle sich dies beim Autokauf vor: Ein Autohändler einer bestimmten Marke sagt, sein Auto kostet 45.000 Euro und somit geht man zu Fuß, denn man hat ja nur 38.000 Euro und dafür gibt es ja kein Auto, wie dieser Autohändler ja versichert hat ...

Es ist selbstverständlich genug Geld da, um ein Musikzentrum oder ein Konzerthaus zu bauen, die Journalisten sind daher aufgerufen, zu fragen, warum dies nicht längst passiert ist? Gibt es etwa geheime Absprachen zwischen Entscheidern und Architekten?

Ein Schelm, wer böses dabei denkt!

12.07.2011
07:30
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von Anna_Bolika | #7

und die laufenden Unterhaltungskosten werden dann wie beschafft ???

12.07.2011
00:21
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von citin | #6

Akademische Drückerkolonne im Anmarsch

*) WAZ Freis ist davon überzeugt, dass diese Summe eingeworben werden kann, „und zwar nicht nur von Großspendern“. Vielmehr komme es auf jeden *) noch so kleinen Betrag an - vor allem wegen des Bewusstseins, das auch hinter einer 40-Euro-Spende stecken kann: „Ich werde transparent machen, dass das Musikhaus ein Projekt ist, das alle Bürgerinnen und Bürger *) angeht, nicht nur die Klassik-Fans.“

Komm.*) Kleinvieh macht auch Mist.
*) Pech gehabt; Wohnort in Bochum, dann wirst du angegangen, weil es so bestimmt ist, dass es dich etwas angeht.

*) WAZ „Wir sind *) so weit gekommen, jetzt wollen wir das Unternehmen auch *) erfolgreich abschließen’“, bekräftigt Generalmusikdriektor Steven Sloane, der sich immer als „Zugpferd“ für den Bau der Bochumer Symphonie verstanden hat.

Komm.*) Das finanzielle Desaster vor Augen, dann zurück, niemals. Hinein in das sich abzeichnende Dilemma. Betroffen, aber doch nicht der GMD. Abflug bereits geplant.

*) WAZ „Das Musikzentrum ist mehr als ein Konzertsaal“, bekräftigt die gestern vorgestellte neue Geschäftsführerin der Stiftung Bochumer Symphonie. Das Haus sei eine 1städtebauliche Chance für Bochum und ein *) „Riesenangebot für die Bochumer Bürger“.
Als Begegnungsstätte von Jung und Alt, von Musikern und Nichtmusikern. „Die Musik ist die Klammer, die die Menschen in diesem Haus verbinden und zusammenführen wird. Darin liegt die gesellschaftliche Bedeutung des Musikzentrums. Das werde ich in Zukunft immer wieder deutlich machen.“

Komm.*) Kompetenz? Visionen? Oder vielleicht nur „Drückergeschwafel“.

*) WAZ „Aber ich schau jetzt voraus: Es geht uns um Transparenz und es geht um die Vermittlung dessen, was dieses Haus sein kann.“ Konkrete Pläne sind noch nicht geschmiedet, aber grundsätzlich heißt die Stoßrichtung der Geschäftsführerin: „mehr Öffentlichkeit“.

Komm.*) Langsam. Sie weiss nicht was das Haus kann oder können soll, sie weiß aber die Stoßrichtung. Schwierig. Es wird eine Idee veröffentlicht, die nach Monaten noch nicht bekannt ist. Bin gespannt.

*) WAZ Werbewirksame Aktionen, *) Info-Veranstaltungen und die *) Wiederbelebung der Stuhlpatenschaften für das neue Haus schweben Freis vor.

1. Komm.*) All zu ertragreich war das Bewerbungsgespräch wohl nicht. Möchte wissen ob noch andere ehemalige Mitarbeiter von der HaMü oder AWD vorgesprochen haben. Natürlich NICHT. Die Jungs sind cleverer.

*) WAZ Sie ist zuversichtlich, dass durch gezielte Ansprachen in Bochum und im Ruhrgebiet die heute noch fehlenden Gelder fließen werden. Erfahrung im Einwerben hat die gelernte Bankkauffrau. Als Leiterin der Stabsstelle Stiften und Fördern kümmerte sich Freis zuletzt an der Ruhr-Universität u.a. um das Fundraising, etwa was Stipendien für Studierende angeht.

Komm.*) Bitte AWD, HaMü, Kaffeefahrten und Drückerkolonnen nicht mit Fundraising für Studierende in einem Topf werfen.

*) WAZ Freis weiß, dass es bei den Spenden für die Bochumer Symphonie die unterschiedlichsten Motive gibt. „Wir haben Privatpersonen, die ihren 60. Geburtstag zu *) Gunsten der Stiftung ausrichten, und wir haben Firmen, die z.B. an einem gewissen *) Werbeeffekt im Gegenzug interessiert sind.“ Zu beraten, zu informieren, präsent und offen zu sein – darin sieht Britta Freis den *) Schlüssel zum Erfolg. Es komme auf jede Spende an, und sei sie noch so klein: „Jede Kleinspende ist extrem wichtig“, sagt Freis, wobei Steven Sloane noch einen Schritt weitergeht: „Für mich sind alle Spenden gleich ,groß’“, sagt der Dirigent - weil sie alle den „Traum von einem Musikzentrum Wahrheit werden lassen.“ Für die neue Stiftungs-Geschäftsführerin steht darüber hinaus noch etwas fest: „Wenn erst mal die Bagger an der Viktoriastraße anrollen, wird die Spendenbereitschaft noch zunehmen.“

Komm.*) Nur Lesen, in den Holzscheit beißen und den die Spenden baggernden Bagger genießen.

11.07.2011
22:19
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von Joda | #5

Ich hoffe doch, dass die neue Geschäftsführerin ehrenamtlich arbeitet und nicht auch noch Geld aus dem Spendentopf bekommt. Ich würde das ganze Orchester auf die Straße zum Klinken putzen schicken. Denn die wollen ein neues Konzethaus und dann sollen sie sich auch mal bewegen. Von Nichts kommt Nichts.

11.07.2011
21:21
Stiftung stellt neue Geschäftsführerin vor
von HerbertVomHellweg | #4

Ist nicht das altehrwürdige Schauspielhaus auch pleite? Vielleicht sollt Fr. Dr. sich auch darum Gedanken machen?!?

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