Stiftung soll Bestand haben

Linden..  Die Lindener Liebfrauengemeinde musste sich 1989 von ihrem Krankenhaus, das sie 1884 gegründet hatte, trennen. Mit dem durch den Verkauf erhaltenen Kapital wurde die „Liebfrauen-Stiftung” gegründet. Seither dient die Stiftung, deren Kapital mittlerweile auf zwei Millionen aufgestockte wurde, als Rückhalt, um das Weiterleben der Gemeinde zu sichern.

„Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Kirchen, Kindergärten sowie Jugend- und Versammlungsräume weiter für ein lebendiges Leben erhalten bleiben. Und auch an den Personalkosten in der Gemeinde beteiligen wir uns seit 2009 mit 30 000 Euro im Jahr“, betont Eckhard Hechtner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Das Stiftungskapital soll unangetastet bleiben. Die Verwaltung des Kapitals und die Vergabe aus den Erträgen übernimmt in Zukunft der aktuelle Vorstand in seiner jetzigen personellen Zusammensetzung unter Vorsitz von Hechtner. Sorge besteht vor allem, dass das Bistum nach den Umstrukturierungen vor sechs Jahren auf die Idee kommen könnte, Anspruch auf das Stiftungskapital – nicht nur für die Großgemeinde St. Franzikus, der Liebfrauen seither angehört – zu erheben.

Die Lindener Liebfrauen-Stiftung hilft übrigens auch anderen Gemeinden: So finanzierte sie den neuen Stiepeler Kreuzweg als Qualifizierungsmaßnahme für jugendliche Arbeitslose mit. Auch das Studentenwohnheim Haus Michael bedurfte nach einem Brand dringend der finanziellen Hilfe.