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41-Jähriger verurteilt

Stieftochter missbraucht und vergewaltigt: 7,5 Jahre Haft

20.03.2009 | 15:15 Uhr

Die Bochumer Richter hatten „keine, nicht mal ganz geringe Zweifel”, dass die heute 14-jährige Schülerin die Wahrheit gesagt und ihr Stiefvater (41) gelogen hatte. Das Landgericht verurteilte ihn am Freitag wegen fünf sehr schwerer sexueller Übergriffe zu siebeneinhalb Jahren Haft.

Viermal davon vollzog der Hilfsarbeiter aus Herne laut Urteil sogar den Geschlechtsverkehr, ungeschützt. Weil er dabei in drei Fällen auch die Hände des Opfers festgehalten habe, um seinen Widerstand zu brechen, war dies laut Urteil auch eine Vergewaltigung. „Schlimmer geht es kaum noch”, sagte Richter Johannes Kirfel. Wegen der Schmerzen bei den Übergriffen muss der Angeklagte auch 10000 Euro ans Opfer zahlen.

Richter fragt nach einem "Rest Ehrgefühl"

Bis zuletzt hatte der Angeklagte seine Unschuld beteuert. Das Mädchen habe ihn mit einem Komplott loswerden wollen. Mangels Geständnis gab es aber keinen Strafrabatt. Kirfel: „Viele vor Ihnen sind schlauer gewesen.” Diese hätten im Prozess noch "die Kurve gekriegt" und alles eingeräumt. Er aber nicht. Er solle sich das jetzt trotzdem nochmal überlegen: „Das würde zeigen, dass man einen Rest Ehrgefühl hat.”

Die erste Missbrauchstat fand laut Urteil statt, als das Opfer rund sieben Jahr alt war. Die weiteren im Sommer 2004, 2006 und zuletzt 2008, als das Mädchen 13 Jahre war. Tatort war stets eine gemeinsame Wohnung in Herne. Der Mann (nicht vorbestraft) nutzte es immer aus, dass die Kindesmutter, seine damalige Ehefrau, außer Haus war. Teilweise schwieg das Mädchen nachher aus Angst, dass sonst der Mutter etwas passieren könne, teilweise weil der Stiefvater sie dazu gedrängt hatte, so das Gericht. Im August 2008 flog alles zufällig auf. Damals hatte sich die Stieftochter auf einer Toilette einer Freundin anvertraut; das hörte dann eine ältere Schwester. Die Familie rief dann die Polizei.

Richter lobte den Mut des Opfers: "ein Vorbild"

Das Opfer war beim Urteil anwesend. Kirfel lobte es für eine „ganz tolle Aussage”, den „Mut” und die „Gelassenheit”. „Es ist ein Vorbild für viele Mädchen, die noch den schweren Gang zu uns antreten müssen.”

Bernd Kiesewetter

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Kommentare
21.03.2009
06:27
Stieftochter missbraucht und vergewaltigt: 7,5 Jahre Haft
von öko de | #1

Ich find es Schade das solche Leute nicht auf der Stirn Tätowiert werden!!! Ich würd Ihm gönnen das Sie ihm im Gefängnis ganz Lieb haben :-)

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