Das aktuelle Wetter Bochum 19°C
Hilfsprojekt

Stadtwerke unterwegs: Kein Wasser in den Brunnen von Ghana

16.02.2010 | 11:00 Uhr
Stadtwerke unterwegs: Kein Wasser in den Brunnen von Ghana

Bochum. Gemeinsam mit der Aktion Canchanabury wollen die Stadtwerke genau prüfen, wie sinnvolle Hilfe für Afrika aussehen sollte.

Kurz vor dem Ende ihrer Erkundstour haben sich Reinhard Micheel von der Aktion Canchanabury und die Stadtwerker Christian Ladermann und Thorsten Miaskowski noch einmal telefonisch aus Ghana gemeldet, wo sie den Begriff Trockenzeit hautnah erlebt haben: „In der Mittagssonne herrschen Temperaturen bis zu 40 Grad. Die Luft ist trocken und staubig. Aber wir können nachts gut schlafen, da zeigt das Thermometer kühle 20 Grad”, sagte Reinhard Micheel, Geschäftsführer der Aktion Canchanabury, am Telefon. Da hielten sich er und die Stadtwerker Christian Ladermann und Thorsten Miaskowski im Norden Ghanas auf. Gemeinsam wollten sie erkunden, wie die Bochumer Stadtwerke sinnvoll und langfristig vor Ort helfen können.

Unter anderem waren die Bochumer in den vergangenen Tagen dazu in Damongo, wo sie eine Krankenstation besuchten und sich ein Bild von der Energie- und Wasserversorgung in dieser Region machten. „Hier sind Brunnen mit einer Tiefe von bis zu 120 Metern, die in dieser Jahreszeit kein Wasser führen”, sagte Thorsten Miaskowski, Rohrnetzmeister der Stadtwerke, entsetzt. „Die Trockenzeit dauert neun Monate. Während dieser Zeit sind die Menschen auf Wasserlieferungen über Tankwagen angewiesen. Diese Versorgung ist gerade für Krankenhäuser mühsam.”

Bei der Stromversorgung entdeckten die Stadtwerker in manchen Dörfern gute Lösungsansätze: Eine auf dem Krankenhausdach installierte Solaranlage hilft, Beatmungsmaschine und Kühlschrank, der zur Medikamentenkühlung gebraucht wird, auch während einer der vielen Stromunterbrechungen der Ortsnetzversorgung weiterzubetreiben. „Aber die Solaranlage war in keinem guten Zustand. Wir haben den Angestellten die Funktionsweise erklärt und Tipps zur Instandhaltung gegeben”, sagte Christian Ladermann, Energieelektroniker der Stadtwerke.

„Wir merken hier häufig, dass das technische Know-How an vielen Stellen noch fehlt. Doch die Bereitschaft zu lernen und auch anzupacken ist enorm groß”, so Christian Ladermann. Der Trip ging weiter nach Bole, Bawena und Mankarigu. Auch in diesen Dörfern wurde eruiert, wie die Energie- und Wasserversorgung verbessert werden kann.

kisi

Facebook
 
Kommentare
16.02.2010
11:39
Stadtwerke unterwegs: Kein Wasser in den Brunnen von Ghana
von eiermann41 | #2

Manchmal frage ich mich :
------------------------------------
Was haben wir in fünfzig Jahre Entwicklungshilfe
erreicht ?
Wo sind die Milliarden hingeflossen ?
Wenn man heute in vielen Dokumentationen
das Elend sieht , dann denkt man : Was haben die mit dem ganzen Geld gemacht !
Das Trinkwasser ,das wichtigste für den Menschen,
ist in vielen Erdteilen noch nicht selbstverständlich !
Anstatt das die Situation besser wird , wird sie eher schlechter .
Der Kampf um Wasser, um Trinkwasser hat in manchen Ländern schon begonnen ! -

16.02.2010
11:22
Stadtwerke unterwegs: Kein Wasser in den Brunnen von Ghana
von eiermann41 | #1

Oh.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2580866/create

Umfrage
Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Kemnade in Flammen
Bildgalerie
Volksfest
Festival der Kulturen
Bildgalerie
Ruhr International
Festumzug in Linden
Bildgalerie
Schützen
Messerschrf geschliffen
Bildgalerie
Handwerk
Aus dem Ressort
Bombenentschärfung in Bochum steht kurz bevor
Evakuierung
Die riesige Evakuierung in Bochum-Ehrenfeld wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe ist zu großen Teilen abgeschlossen. Im Laufe des Dienstagnachmittag soll der Bombenentschärfer ans Werk gehen. Es gab aber Verzögerungen.
Sechster Brand im selben Haus in Bochum
Feuerwehr
Zum sechsten Mal innerhalb kürzester Zeit hat es in einem Mehrfamilienhaus in Bochum-Hamme gebrannt. Diesmal stand ein Mülleimer in Flammen. Dank der Rauchmelder konnten sich alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen.