Stadtgestalter kritisieren hohe Personalkosten

„Stadtgestalter“ Volker Steude geht der beabsichtigte Personalabbau bei der Stadtverwaltung Bochum nicht weit genug. Er will die Ausgaben fürs Personal um fast 30 Prozent senken. Im Namen seiner Bürgerbewegung fordert er eine Begrenzung der Kosten auf 500 Euro pro Einwohner. Dieses Ziel soll spätestens 2023 erreicht werden, fordert Steude in einem Antrag an den Rat der Stadt.

Laut Steude belaufen sich die Personalausgaben der Stadt derzeit auf 683 Euro pro Einwohner. Viele schuldenfreie Städte in NRW kämen indes mit weniger als 500 Euro pro Bürger aus. „Wir kritisieren scharf, dass Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz bis heute alle Bemühungen hat vermissen lassen, die Personalausgaben zu senken“, sagt Steude. Bereits 2011 habe die Bezirksregierung die hohen Personalkosten bei der Stadt Bochum kritisiert und eine Senkung der Kosten angemahnt.

Wie die WAZ berichtete, schlägt die Verwaltung vor, die Personalkosten der Stadt ab 2015 auf 247,3 Millionen Euro pro Jahr festzuschreiben. Das entspricht den Ausgaben von 2014. In der Folge bedeutet dies, dass mittelfristig nur noch jede zweite Stelle besetzt werden kann, da Lohnerhöhungen innerhalb des fest vorgegebenen Budgets realisiert werden müssen.