Stadt wollte bis zu 80 Spiel- und Bolzplätze einsparen

Viel Geld sollte mit der Aufgabe von Spielflächen eingespart werden.
Viel Geld sollte mit der Aufgabe von Spielflächen eingespart werden.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Stadtverwaltung zieht Spielflächen-Rückbaukonzept zurück. Eigentlich sollten Ausschüsse Sparvorlage beschließen. Plötzlich gibt es noch Abstimmungsbedarf.

Bochum.. Die Verwaltung hat ihre Beschlussvorlage zum Rückbau oder teilweisen Abriss von insgesamt 80 Bochumer Kinderspiel- und Bolzplätzen zurückgezogen. Dieses sogenannte „Spielflächen-Rückbaukonzept“ war in Abstimmung mit der Bezirksregierung erarbeitet worden, um bis 2017 das Jahresbudget zur Bereitstellung von Kinderspielflächen um 125.000 Euro und um weitere 125.000 Euro bis 2020 zu reduzieren.

Insgesamt sollten durch diese Sparmaßnahmen, die auch den Abbau von Personal beinhalten sollten, bis zu 165.000 Quadratmeter an Spielflächen wegfallen. Das Konzept sah vor, die dann komplett aufgegebenen und von Spielgeräten freigeräumten Flächen zu vermarkten, was zusätzliches Geld in die städtischen Kassen gespült hätte.

Verwaltung meldet noch Abstimmungsbedarf an

Eigentlich sollte das umfangreiche Papier nun in den folgenden Wochen vom Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie sowie den Bezirksvertretungen beschlossen werden.

Doch nun kommt alles ganz anders. Unmittelbar nachdem die Bild-Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe großflächig über die Pläne berichtet hatte, zog die Verwaltung das Papier zurück: „Es gibt noch Abstimmungsbedarf“, teilte ein Stadtsprecher mit.