Stadt - Risse sind keine Bergschäden
19.10.2012 | 00:00 Uhr 2012-10-19T00:00:00+0200
Bochum. Bei den Rissen im Oviedo-Tunnel, der derzeit aufwändig saniert wird, handele es sich um Senkungsschäden, die aufgrund mangelnder Bergschadenssicherung entstanden seien, mutmaßte ein WAZ-Leser in einem anonymen Brief. „Die Reparaturkosten wären fast nicht erforderlich, wenn dicke Eisenkörbe unter der Fahrbahndecke damals in Beton eingegossen worden wären, und die RAG das auch bezahlt hätte“, heißt es in dem Schreiben.
Die Redaktion konfrontierte die zuständigen Fachleute im städtischen Tiefbauamt, unter dessen Aufsicht der Tunnel Anfang der 80er Jahre gebaut worden ist, mit diesen Vorwürfen. „Das stimmt nicht, es sind dort nachweislich lediglich Senkungen um maximal zwei Millimeter aufgetreten. Diese könnten allein auf Messunggenauigkeiten zurückzuführen sein“, so der zuständige Sachgebietsleiter Gisbert Soldat.
Seinerzeit habe die Westfälische Berggewerkschaftskasse (WBK), das Vorläuferunternehmen der DMT, den Baugrund genauestens untersucht. Es seien zwar tatsächlich auf den Bergbau zurückführende Hohlräume, vermutlich aufgegebene Strecken und Flöze der ehemaligen Zeche Iduna gefunden worden. Diese seien jedoch nach auch heute noch gültigen Richtlinien verfüllt und verpresst worden.
Fehler beim Bau des Tunnels
Das Tiefbauamt räumt jedoch ein, dass beim Bau des Tunnels Fehler gemacht worden seien, auf die jetzt auch die aufgetretenen Risse und das Eindringen des Wasser zurückzuführen seien. „Auf Vorschlag der ausführenden Baufirmen wurde darauf verzichtet, eine wasserundurchlässige Folie einzuziehen“, so Jürgen Maeder, stellvertretender Sachgebietsleiter.
Dadurch habe die Stadt damals zwar rund 500.000 DM gespart, die Unternehmen mussten, jedoch aufgrund der Gewährleistungspflicht ein Vielfaches in die Reparatur, der bereits kurz nach Fertigstellung der beiden gut 560 Meter langen Tunnelröhren stecken. „Eine Gefahr für die Standfestigkeit des Tunnel hat jedoch zu keiner Zeit bestanden“, versicherte Gisbert Soldat.
Die Sanierung der Risse müsse zwar, da das Land zahle, vom Steuerzahler aufgebracht werden, mache jedoch an den Gesamtkosten der Tunnelsanierung nur einen kleinen Teil aus. Beim Tunnel muss die Stadt insgesamt 2,5 Millionen Euro zuschießen.

18:09
Als ob die das zugeben würden wenn die Fehler gemacht haben oder hätten. Die verlassen doch noch nichtmals ihre Büros um zu kontrollieren.
Oder wie kann man sich das erklären das bei zB Straßenbauarbeiten oft die Gruben so merkwürdig verfüllt und zuasphaltiert wurden das man kurz danach Risse und Löcher sich auftun. Bestes Beispiel Castroper Straße. Oder neuashaltierten Straßen wo nach kurzer Zeit sich Löcher auftun, zb Harpener Hellweg die dann wieder geflickt werden also im Grunde es war wie vorher.
Und wenn ich dann immer lese wenn die Stadt sagt,"das zahlt ja das Land oder der Bund" also interssiert uns das nicht, könnte ich kotzen.
Auch das sind Steuergelder, schön das die Waz das wenigstens schonmal erwähnt.
Hätten damals alle richtig Ihre Hausaufgaben gemacht dann würde nun Geld gespart werden. Solange keiner der Planer zur Verantwortung gezogen wird solange geht das Geldrausschmeißen weiter. Bochum ua hätte keine Geldsorgen würden die nur besser Wirtschaften.