Staatsanwalt ermittelt gegen Hellen und Verantwortliche der Stadtwerke Bochum
20.12.2012 | 15:25 Uhr 2012-12-20T15:25:00+0100
Bochum. Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen Promi-Vermittler Sascha Hellen und Verantwortliche der Bochumer Stadtwerke wegen Untreueverdacht. Das erklärte Oberstaatsanwalt Dr. Christian Kuhnert am Donnerstag auf Anfrage der WAZ. Hintergrund ist die Honoraraffäre.
Die Honoraraffäre um die Bochumer Stadtwerke und die üppigen Geldflüsse für Promi-Veranstaltungen ziehen immer weitere Kreise. Jetzt ermittelt auch die Bochumer Staatsanwaltschaft. Wie Oberstaatsanwalt Dr. Christian Kuhnert am Donnerstagmittag auf WAZ-Anfrage erklärte, führt seine Behörde jetzt ein Ermittlungsverfahren gegen den Bochumer Promi-Vermittler Sascha Hellen und gegen „Verantwortliche der Stadtwerke Bochum“. Die Staatsanwälte prüfen, ob sich die Beteiligten wegen Untreue schuldig gemacht haben. „Es liegen mehrere Strafanzeigen vor, die jetzt bearbeitet werden“, sagte Kuhnert.
Verantwortliche nicht genannt
Wer die „Verantwortlichen“ der Stadtwerke genau sind, wollte Kuhnert nicht sagen. Wer welche Verantwortung bei der Angelegenheit getragen habe, müsse jetzt erst noch geprüft werden.
Wie berichtet, hatten die Stadtwerke seit 2007 insgesamt eine hohe sechsstellige Euro-Summe an Honoraren und Sponsorengeldern an Hellen gezahlt, um damit Veranstaltungen mit Prominenten zu ermöglichen und zu organisieren - zum Beispiel die Talk-Runde „Atriumtalk“ , an der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und andere Promis gegen ein sehr hohes Honorar auftraten. Mittlerweile fordern die Stadtwerke einen Teil der gezahlten Gelder von Hellen zurück, weil er noch keine Gegenleistung erbracht haben soll. Alle Verträge mit ihm haben sie fristlos gekündigt.
Es gelte die Unschuldsvermutung, betont die Staatsanwaltschaft
Die Strafanzeigen waren bei der Staatsanwaltschaft bereits vor einigen Wochen eingegangen. Sie stammen von mehrere Privatpersonen und richten sich gegen alle Hauptakteure der Affäre. Die Behörde prüfte daraufhin zunächst von Amts wegen, ob an den Vorwürfen strafrechtlich etwas dran sein könnte. Dazu ließ sie sich auch Unterlagen von den Stadtwerken geben. Jetzt kam die Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, dass in dem Fall tatsächlich richtig und umfassend ermittelt werden muss.
Die Stadtwerke Bochum kündigen alle Verträge mit Promi-Vermittler Sascha Hellen und fordern die Rückzahlung aller ausstehenden Honorare. Das kündigten Geschäftsführer Bernd Wilmert und Aufsichtsratvorsitzende Ottilie Scholz Donnerstagmittag an. Die Rückzahlung beläuft sich auf rund 200.000 Euro.
Allerdings betonte Kuhnert, dass auch in diesem Fall die Unschuldsvermutung gelte. Wie lange das Ermittlungsverfahren dauern wird, ist noch völlig unklar.

17:44
#17 und wo steht, daß eine Sparkasse Radrennen ausrichten muß ???
18:34
Die Tatsache das die Honorare hälftig von Stadtwerken und Stadtsparkasse gezahlt wurden zeigt zweifelsfrei das die Mutter das die Personen und Deals angeleiert hat.
Die Verantwortlichen sind also nicht unter den Angestellten zu suchen.
Die Verantwortlichen haben wie es in diesen Kreisen üblich ist alles ohne Verträge eingefädelt.
So funktioniert die Versorgung der Amigos.
Nur auf Grund der Recherche der Medien und des Druckes der Bürger ist dieses Schmierentheater beendet worden.
Die Macher haben die schwächsten Personen bereits geopfert.
Sich selbst weiß man aber in Sicherheit zu bringen.
Politik ist halt ein schmutziges Geschäft. Ebenso wie die Moral dieser Herrschaften
12:28
Liest man genau, fallen da einem sonderbare Dinge auf: So bereits, daß die Strafan-zeigen bei der Staatsanwaltschaft VOR WOCHEN (!) eingingen, und zwar von mehre-
ren Privatpersonen gegen alle Hauptakteure der Affäre. Nun sind ja Staatsanwälte - anders als Richter - WEISUNGSGEBUNDEN! Es gelte die Unschuldsvermutung" be-
tont so ausdrücklich die Staatsanwaltschaft. Dies ist nun ja durchaus richtig. Nur wie-
so wird das hier so auffällig hervorgehoben, und in anderen Fällen nie? Und weiter: Man
prüfe "von Amts wegen" und habe "sich auch Unterlagen von den Stadtwerken geben lassen"? Von Amts wegen heißt: Ermittlungspflicht so wie man Kenntnis erlangt. Wie-
so also erst auf entsprechende Anzeigen? Ist man bei der STA dümmer oder wollte man nicht erkennen, was viele Bürger sehr rasch erkannt haben? Und dann: "Wir bit-
ten untertänigst, sollten Sie belastendes Material haben, uns doch dieses zur Verfü-
gung zu stellen"? :o( In anderen Fällen fliegt man ein und BESCHLAGNAHMT.
10:14
Also ich bin der Meinung der Bursche macht doch nur seinen Job. Warum wird dieser Mann so verurteilt. Der hat doch nur von schlauen Menschen einen Auftrag bekommen wie jeder andere Malocher auch. Den hat er nach seinem besten Wissen ausgeführt. Diesen Job hat er doch auch von seinen schlauen Auftraggebern bekommen. Ich glaube nicht das jemand sich einem Haufen Geld bedienen kann ohne das ein Dutzend diese Beträge und Leistungen kontrolliert werden. Schließlich sind diese schlauen Auftraggeber die Geber und Prüfer für die Leistungen. Ich finde es nicht gerechtfertigt den Mann jetzt zur Kasse zu bitten nur weil seine Auftraggeber sich bei Ihren Kalkulationen verzogt haben. SPD sitzt immer noch am Ruder und die kleinen Leute dürfen es bezahlen. Und das wird auch so bleiben wetten dass?
von Schraubenm | #20
"Also ich bin der Meinung der Bursche macht doch nur seinen Job."
Wer ist "der Bursche"? Der OSTA? Oder etwa "der Kandidat"? Wäre dessen "Job" es nicht gewesen, seinen Pflichten im Bundestag gewissenhaft nachzukommen? Stattdessen weiß man, daß selbst bei wichtigen Abstimmungen er durch Abwesenheit "glänzte".
"... Warum wird dieser Mann so verurteilt. Der hat doch nur von schlauen Menschen einen Auftrag bekommen wie jeder andere Malocher auch...".
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:o( Jeder "andere Malocher" erhält mal so eben zigtausende im voraus? Und niemandem fällt auf, daß die Veranstaltungen für die dieses Geld "vorgestreckt" wurde, garnicht stattfanden? Hätte nicht "der Kandidat" in seinem Hang zu "Kavalleriegehabe" mit "gänzlicher Aufklärung" getönt, über dieses Geld der Bochumer Bürger würde noch heute keiner "was wissen".
Was lief da wirklich?
17:29
Jetzt wird die Suppe dünner, auch für den Tausendsassa und Honorarkanzlerkandidat Steinbrück! Was jetzt noch aufgedeckt wird schmerzt richtig. Bild Dir meine Meinung!
14:37
Ich verstehe bis heute die Behauptung nicht, Herr Hellen hätte keine Gegenleistung erbracht. Es haben doch einige Veranstaltungen stattgefunden, die jeweils hohe Summen gekostet haben. Wäre ich Hellen, würde ich gegen diese Behauptungen strafrechtlich vorgehen. Natürlich kann man schön auf Niveau der BILD draufhauen. Mit der Wortwahl "Promivermittler" fängt es an. Auf ähnlich hetzerische Weise sind im Mittelalter auf Marktplätzen Hexen verurteilt worde. Ich wundere mich nur, dass das Prinzip in 2012 nahezu unverändert immer noch funktioniert.
Hellen hatte horrende Vorschüsse erhalten - allein rd. 100.000 Euro für ein Mc Cartney-Konzert: Zahlungen ab 2009 aber immer noch kein Konzert in Sicht und kein Nachweis, ob und wofür bisher Geld verwendet wurde. Auch für weitere Atrium-Talk-Veranstaltungen, die noch nicht stattgefunden haben wurde bereits in 2010 im Voraus bezahlt. Ob auch für Steiger Award und Projekt Zukunft oder für den 50.000 Euro-Berater-Vertrag schon gezahlt wurde?
Also Gegenleistung fehlt noch daher Rückforderung der Vorschusszahlung - verstanden?
Und Promivermittler passt - als Journalist ist der Herr noch nicht aufgefallen - eher noch als Veranstalter seiner Privatevents (wie Steiger-Award).
01:35
wo steht das stadtwerke gesprächsrunden ausrichten müssen??kann die geschäftsführung mit den kundengeldern umgehen wie ein diktator in einer bananenrepublik??
man kann nur hoffen das die staatsanwaltschaft nicht auch spd hörig ist, aber von selber kam bei denen wohl keiner darauf das da kundengelder veruntreut werden.
war ja auch kaum in der öffentlichkeit der ganze fall.
23:32
Die Ottilie wußte zu 100% von dieser Kiste!
Schickt sie alle in die Wüste.
Strompreise wieder erhöhen.SPD heißt....................................!!!
22:49
Herr Dr. Kuhnert kann ja mal schon üben. denn ich bin ja mal gespannt, wer sich beim Musikzentrum gesund stösst.
22:04
Stadtwerke, Sascha, Scholz, Staatsanwalt, Steinbrück...
und kein Ende.
Peer und seine Nebeneinkünfte, die Lawine rollt,....
Ob Peer sich wohl zu Weihnachten gewünscht hat, das Thema wäre ad acta?
Sorry Peer, der Wunschzettel ist beim Weihnachtsmann nicht angekommen.
;-)