Staatsanwälte verließen Rathaus
18.03.2008 | 20:48 Uhr 2008-03-18T20:48:00+0100Ermittlungsverfahren um die umstrittene Image-Kampagne "Bochum macht jung" eingestellt
Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen rund um die umstrittenen Vorgänge um die städtische Image-Kampagne "Bochum macht jung" eingestellt. Die Nachforschungen hätten ergeben, dass strafrechtlich kein hinreichender Tatverdacht bestünde, sagte Oberstaatsanwalt Eduard Güroff gestern auf WAZ-Anfrage.
Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung für die Kampagne Aufträge von rund einer Million Euro freihändig und ohne erforderliche Ausschreibung an die Essener Agentur CP/Compartner vergeben. Das hatten Bochumer Werbeagenturen heftig kritisiert. Außerdem fing sich die Stadt eine Rüge der Kommunalaufsicht ein. Am 17. Januar trat auch die Staatsanwaltschaft in Aktion. Nach richterlichem Beschluss inspizierte sie die Diensträume des Amtsleiters der städtischen Wirtschaftsförderung, Heinz-Martin Dirks, und beschlagnahmte Aktenordner und einen Computer.
Das parallel zu den früheren Ermittlungen laufende Disziplinarverfahren gegen Dirks läuft aber noch weiter, wie eine Stadtsprecherin mitteilte. S.V./B.Ki.

0mitdiskutieren