Sicherheit spielt bei neuer Zentralstelle eine große Rolle

Die künftige Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) schräg gegenüber dem Stadion, vorn der Kirmesplatz.
Die künftige Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) schräg gegenüber dem Stadion, vorn der Kirmesplatz.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Bezirksregierung Arnsberg beginnt mit den Vorbereitungen für die neue zentrale Flüchtlingsaufnahme in Bochum. Sicherheitsrelevante Fragen sollen besprochen werden.

Bochum.. Nach der Entscheidung des Landes von dieser Woche, in der ehemaligen Kaserne der Bereitschaftspolizei am Gersteinring die Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) zur Registrierung sämtlicher für Nordrhein-Westfalen bestimmter Flüchtlinge einzurichten, haben nun konkrete Vorbereitungen begonnen.

Auf Anfrage der WAZ – auch vor dem Hintergrund zahlreicher Fragen aus der Bevölkerung – äußerte sich der Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg, Christoph Söbbeler. Es sei jetzt zu früh, um Einzelheiten für Bochum zu nennen. Aber: „Immer, wenn das Land größere Flüchtlingseinrichtungen eröffnet, gab es vorher eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung.“

Sicherheitsrelevante Fragen werden besprochen

Dabei würde stets das Projekt selbst vorgestellt und alle auch die sicherheitsrelevanten Fragen besprochen. Für genau die gibt es seit gut einem Jahr die „Verbindungsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten“. Diese beim Landesamt für zentrale polizeiliche Dienste in Duisburg angesiedelte Abteilung hat die Aufgabe, sich um Sicherheitsaspekte im Umfeld und in vom Land betriebenen Flüchtlingseinrichtungen zu kümmern. Sprecher Jan Schabacker: „Wir nehmen die Sorgen und Ängste aus dem Umfeld sehr ernst.“ Wenn es eine Info-Veranstaltung in Bochum gebe, sei auch die Polizei mit an Bord.

Gleichzeitig wies Schabacker darauf hin, dass es bisher keinerlei Hinweise darauf gebe, dass sich im Umfeld von Flüchtlingseinrichtungen die Kriminalität erhöht habe. Generell liege die Quote in der Gesamtbevölkerung bei 1,2 Straftaten auf 100 Personen, bei 1,2 Prozent also. Die sei bei Flüchtlingen bisher in etwa genauso hoch.