Von alten Germanen (4)
17.09.2008 | 12:21 Uhr 2008-09-17T12:21:00+0200Pflugwendestreifen wurde zum Gemeinschaftsweg.
Ahnwenne: In Weitmar erhielt 1954 diese Straße den unwöhnlichen Namen. Die Stadt bezieht sich bei ihrer Erklärung als Quelle auf den früheren Bochumer Archivar Hans W. Bimbel, der Ahnwenne so erläutert: in westfälischem Mundartgebiet gebräuchliche Bezeichnung für den breiten Grasrain am Acker, der als Weide genutzt und zur Wende des Pfluges diente; auch aneweide, anewenne, anewende. Dieser Pflugwendestreifen führte oft zur Entstehung gemeinsam genutzter Flur- u. Ackerwege und wurde zuletzt Angewende genannt.
Alarichstraße: 1962, Altenbochum. Sie hieß einmal Dannenbaumstraße und wurde 1962 in Alarichstraße umbenannt – nach dem König der Westgoten (um 370-410 n. Chr.), der als erster Germane Rom eroberte und der bei Cosenza starb, als er seinen Feldzug nach Afrika vorbereitete.
Alemannenstraße: 1922 entstand in Hamme die Alemannenstraße. Die Alamannen oder Alemannen waren ein germanischer Volksstamm, der im 3. Jahrhundert n. Chr. von Norden kommend nach Kämpfen mit römischen Truppen in Südwestdeutschland eindrang (dort Schwaben - Sueben). Später erfolgte auch eine Einwanderung ins Elsaß und die Schweiz. Das unter Karl Martell erloschene Stammesherzogtum entstand im 10. Jh. als Herzogtum Schwaben neu.Quelle: Stadt Bochum

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