Vom Knappen zum Töpfer
13.07.2009 | 17:35 Uhr 2009-07-13T17:35:00+0200Die WAZ-Serie stellt alphabetisch eine Auswahl der rund 1 900 Bochumer Straßennamen vor und erläutert Herkunft und Bedeutung der Namen.
Am Gröppersweg: Im Oktober 1929 wurde die damalige Knappenstraße in Langendreer nach einem anderen Berufszweig benannt. Die mundartliche Bezeichnung „Am Gröppersweg” geht auf mittelniederdeutsch gröper, groper zurück, was soviel bedeutet wie Töpfer.
Am Grümerbaum: Der dritte Name (1945 ausgewählt) dieser Straße in Hiltrop zwischen Dietrich-Benking-Straße und Legienstraße erinnert an den alten Grümer Hof. H.W.Bimbel schreibt in „ Zur Geschichte der Bochumer Ortsteile” (Bochum, 1973): Der Hof wurde schon 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark unter Gruymer erwähnt. 1880 ging er im Erbgang auf den aus Brackel bei Dortmund stammenden Dietrich Benking (1843-1938) über, dessen Enkel ihn bis ca. 1970 bewirtschaftete. Inzwischen ist das Gelände neu bebaut.
Die früheren Straßennamen: Gottfried-Thomae-Straße (1933-1945), Adolf-Stöcker-Straße (bis 1933).
Am Gysenberg: Auch diese Straße, abgehend von der Hiltroper Landwehr, liegt in Hiltrop. Laut Stadt seit 1924 im Adressbuch verzeichnet, ist der Name der Straße eine alte Flurbezeichnung. Weiter wird erläutert: Der Gysenberg war sehr wahrscheinlich der Gänseberg (siehe gegenüberliegenden Gantenberg), mittelniederdeutsch goose, plural geese = Gans, Gänse. Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 ist ein Bernt ten Gysenberg ausgewiesen (ehem. Rittergut Haus Gysenberg). Auf dem angrenzenden Herner Stadtgebiet liegt die Freizeitanlage Gysenberg des Kommunalverbandes Ruhrgebiet.
Quelle: Stadt Bochum, Vermessungs- und Katasteramt 2004

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