Ländliche Vergangenheit
22.07.2009 | 18:39 Uhr 2009-07-22T18:39:00+0200Die WAZ-Serie stellt alphabetisch eine Auswahl der rund 1 900 Bochumer Straßennamen vor und erläutert Herkunft und Bedeutung der Namen.
Am Hillerberg: In Hiltrop gelegen und seit 1924 im Adressbuch, geht der Name auf eine alte Flurbezeichnung zurück: entweder Hiltroper Berg (Kurzform) oder mittelhochdeutsch hülwen, hüllen, hillen, häufiges Wort für Morast, sumpfigen Boden.
Am Hohen Brink: In Langendreer, zwischen Im Esch und Im Stengelken, liegt die 1950 entstandene Straße. Auch hier deutet der Name auf die ländliche Vergangenheit hin. F. Danz erläutert laut Stadt (s.u.): „Diese alte Flurbezeichnung war schon 1823 in Flur 'Esch' umbenannt und 1870 gar mit 'In der Heide' angegeben. Die Straßenbenennung wurde in der Erinnerung des alten Flurnamens vorgenommen, aber die Straße liegt nicht am Ort dieser Flur.” (Foto vorn Serien-Titelseite)
Am Honnengraben: Ebenfalls in Langendreer, ebenfalls nach einer alten Teilflurbezeichnung benannt (1929). „honne” könnte von dem alten Wasserwort „hun” abgeleitet sein.
Am Hoymann: Sozusagen direkt um die Ecke von „Am Hohen Brink” liegt diese 1950 benannte Straße in Langendreer. Laut G. Schambach (Wörterbuch der niederdeutschen Mundart, Hannover, 1858) ist hoier in der niederdeutschen Mundart = der Hüter, bes. der im Felde die Pferde hütet, seltener der Kuhhirt.
Quelle: Stadt Bochum, Vermessungs- und Katasteramt 2004

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