Genossenschaftlich genutzt: Markenland
29.09.2008 | 18:08 Uhr 2008-09-29T18:08:00+0200Die WAZ stellt eine Auswahl der 1900 Bochumer Straßennamen vor: Woher sie kommen - was sie bedeuten.
Alte Markstraße: Wiemelhausen; 1968 bekam sie ihren Namen, zu dem die Stadt in ihrem Werk „Bochumer Straßennamen. Herkunft und Deutung" schreibt:
„Zu den einzelnen Bauerschaften im alten Amt Bochum gehörte auch das sogenannte Markenland. Hierbei handelte es sich um ein genossenschaftlich genutztes und verwaltetes Gelände, an dem die Bewohner anteilige Nutzungsrechte besaßen. Derartiges Markenland gab es z. B. in Laer, Querenburg, Stiepel, Wiemelhausen und Weitmar. Die Markangelegenheiten wurden unter dem Vorsitz eines Holzrichters geregelt. Durch Edikt Friedrich des Großen vom 18.07.1765 sollte das Markenland zwecks Schaffung von neuen Siedlungsplätzen aufgeteilt werden. Dies führte zu beträchtlichen Auseinandersetzungen zwischen den Alteingesessenen, weil ein Teil die alte genossenschaftliche Form beibehalten wollte und ein anderer Teil sich in der Aufteilung größere Vorteile versprach. In der alten Bauerschaft Laer war insbesondere die Laerheide Markenland. Die Originalkarte über die Aufteilung der Laerheide befindet sich noch im Archiv Haus Laer. Erst durch die Aufteilung und die Anlegung der Straße Untere Heintzmannstraße und Markstraße erfolgte die eigentliche Besiedlung. Durch die Neugestaltung von Steinkuhl und die Verlegung der Markstraße wurde ein Teil der früheren Markstraße 1968 in 'Alte Markstraße' umbenannt.
Quelle: Archiv Haus Laer"
Weiter heißt es dort: „In der Bauerschaft Weitmar waren Markgenossen die erbeingesessenen Bauern. Dort wurde 1817 durch Anordnung der Arnsberger Regierung die Mark endgültig aufgeteilt. Hauptsächlich Bergleute erwarben das günstige Rodeland; zu den ersten Siedlern gehörten Kellermann, Herker, Vieting, Paßmann..., an die tlw. auch heute noch Straßennamen erinnern. Während des Markenteilungsverfahrens wurde ein neuer Weg angelegt, die heutige Markstraße. S. a. Markstraße
Quelle: Evangelische Kirchengemeinde Weitmar-Mark, Bochum, 1967-77"
Alte Ziegelei: Günnigfeld; 1991 nach der alten Ziegelei benannt, die westlich der Märkischen Straße auf dem heutigen Gelände des Wellenfreibades Südfeldmark lag. Eigentümer war die Rheinische Stahlwerke AG.

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