Bochumer Straßennamen...
Gänsewiese und Brandrodung
06.07.2009 | 15:16 Uhr 2009-07-06T15:16:00+0200
Die WAZ stellt eine Auswahl der 1900 Bochumer Straßennamen vor: Woher sie kommen - was sie bedeuten.
Am Gausefei: Wer hat's gewusst? Der im Oktober 1929 der früheren Oststraße in Werne gegebene Name bedeutet Gänsewiese (Gause = Gänse, fei < voi[de] = [Wiesenland], Gausefei = Gänsewiese). Zwar ist die Straße klein, doch so idyllisch wie auf einer Gänsewiese ist es dort nicht: das Opel-Werk III befindet sich in direkter Nachbarschaft.
Am Gebrannten: Wer hier etwa Schwarzbrenner als Namensgeber vermutet, liegt ganz falsch. Der Name der Straße (bis Oktober 1929 Heinrichstraße) in Stiepel, abgehend von der Haarholzer Straße, wird so abgeleitet: „Auf der Karte der Stiepeler Mark von 1786 ist noch die Hälfte des Gemeindegebietes als Wald zu erkennen. Hauptsächlich der Norden war Markenwald, der nach Aufteilung zum größten Teil gerodet wurde. Hier handelte es sich wohl um Brandrodung, daher 'Am Gebrannten'.”
Quelle: Stadt Bochum, Vermessungs- und Katasteramt 2004
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