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Bochumer Straßennamen...

Brunnen, Bergbau und Gebüsch

29.12.2009 | 07:00 Uhr

Die WAZ stellt eine Auswahl der rund 1900 Bochumer Straßennamen vor: Was sie bedeuten und woher sie kommen.

Am Lohberg (Bild vorn): 1957 wurde diese Straße, die in Altenbochum vom Lohring aus- und später dann in die Goerdtstraße übergeht, so benannt. Aber die Flurbezeichnung „Loh” trug sie früher als Lohbergstraße (die Straße mit diesem Namen findet sich heute nicht weit entfernt, abgehend von der Akademiestraße) und Lohbergbrücke immer schon in ihrem Namen. Loh, so lernen wir aus dem Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache von F. Kluge (Berlin, 1967) bedeutet althochdeutsch Hain, niederes Holz, Gebüsch, bewachsene Lichtung und wird zurückgeführt auf das germanische Lauh: Gehölz mit lichten Stellen und Graswuchs als Viehweide und Versammlungsplatz.

Am Maarbach: Seit 1916 geht diese Stichstraße in Hamme von „Am Frohen Blick” ab, benannt nach dem vorbeifließenden Marbach, der nur mit einem „a” geschrieben wird. Marbach, das ist laut Stadt wohl „Markbach” (vgl. Marchbrücke (Grenzbach, -brücke).

Am Moorschacht: Aus dem Bergbau stammt diese Bezeichnung, vergeben 1957, für die Straße in Weitmar zwischen Blumenfeldstraße und Schnatstraße. Aus den Erläuterungen der Stadt Bochum: „Nach dem früheren Schacht Mohr (nicht Moor) der 1825 gegründeten Gewerkschaft ver. General und Erbstollen. Sie begann im Feld Nevel 1826 den Kohlenabbau mit sechs Stollenschächten, von denen der 1843 angelegte Schacht Mohr 1849 durch Einbau einer Dampffördermaschine zum Hauptschacht ausgebaut und nach dem Berggeschworenen Mohr benannt wurde. 1861 stillgelegt.

Am Neggenborn in Langendreer. Foto: © Ingo Otto / WAZ FotoPool

Am Neggenborn: Lang zieht sich in Langendreer diese verbindung zwischen Baroper und Mansfelder Straße hin – und bis zur Eingemeindung 1929 hieß sie auch Lange Straße. Der heutige Name ist eine Flurbezeichnung, wie es von G. Nowak in „Flurnamen als Straßennamen” (Bochum, 1986) erläutert wird: „Im ersten Grundbuch oder 'Vereydeten Landmaßenprotokoll' von 1686 heißt es z. T. Neggeborn oder Neggenborn. Born: Brunnen oder Quelle. Neggen oder negen mittelniederdeutsch (mnd.) neun. Da es aber unwahrscheinlich ist, dass an dieser Stelle neun Quellen oder Brunnen existierten, kann man annehmen, dass die ursprüngliche Form 'Nigeborn' hieß. Nige mnd. = neu. Das 'i' wurde vor dem Doppelkonsonanten zum 'e'; Nigeborn > Niggeborn > Neggeborn.

Quelle: Stadt Bochum

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