Bochumer Straßennamen (14) : Pferdeantrieb und Gänsefüßchen
Die WAZ-Serie stellt alphabetisch eine Auswahl der rund 1 900 Bochumer Straßennamen vor und erläutert Herkunft und Bedeutung der Namen.
Am Göpel: Der Name der im Oktober 1962 benannten Straße in Weitmar (Stichstraße von der Neulingstraße) kommt aus dem Bergbau. W. Bündemann schreibt in „Altenbochum - Gestern - Heute” (Bochum, 1978): „Vor Einführung der Dampfmaschine waren als Schachtförderanlagen im Ruhrgebiet zumeist Pferdegöpel im Einsatz. Die kegelförmigen Göpel gaben dem ganzen Gebiet südlich Bochums ein Gepräge, wie man es sonst vielleicht nur im Erzgebirge antraf.” Der Göpel ist ein Antrieb, mit dem die Kraft auf Arbeitsmaschinen – in diesem Fall auf die Förderanlagen – übertragen werden.
Am Gosepötken: Dieses „Gänsefüßchen” liegt ebenfalls in Weitmar, zwischen Wasser- und Hasenkampstraße. Im Mai 1926 wechselte der Name von Johannesstraße zum ungleich poetischeren „Am Gosepötken”. In H.W. Bimbels schriftlichen Erläuterungen heißt es zum Namen: „Nach dem niederdeutschen Flurnamen 'goesepaotken', d. h. Gänsefüßchen, woraus in hochdeutscher Schreibweise die Namensform Gosepötken entstanden ist. Vermutlich handelt es sich um eine volkstümliche Geländebeschreibung. Den Örtlichkeitsnamen 'Gänsefüßchen' erwähnt Pfarrer Petersen in seinem 1823 erschienenen Buch über das Kirchspiel Weitmar.”
Quelle: Stadt Bochum, Vermessungs- und Katasteramt 2004
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