Bochumer Straßennamen
Woher sie kommen, was sie bedeuten
Am Lakenbruch: In Hordel führt diese Straße (bis 1926 Mühlenstraße) von der Günnigfelder Straße bis zur Stadtgrenze Herne. Bei H. Brandt und P. Bödefeld (Geschichte des Stadtteils Hordel, Bochum, 1988) finden als Erklärung für den Namen: Nach dem Gut Lakenbruch, das vermutlich an der Grenze zu Röhlinghausen gelegen hat. Das dortige Feld wird heute noch 'Auf dem Lakenbruch' genannt. Das Gut gehörte seit 1592 denen von Aschebrock zu Nosthausen. Wann das Gut endgültig verschwand, ist nicht mehr festzustellen.
Auf dem Lakenbruch ist auch eine Gewannen-(Flurform-)bezeichnung, wahrscheinlich handelte es sich um eine feuchte Niederung (Bruch) mit Tümpeln oder Teichen (Lake).
Am Langen Seil: 1934 benannt, verläuft die Straße in Altenbochum und Wiemelhausen zwischen Markstraße und Universitätsstraße. Laut Bochumer Adressbuch 1953 wurde sie nach der Redensart „Am langen Seil gehen = Arbeit in die Länge ziehen” (bergmännischer Begriff) benannt. Die Straße liegt in der „Bindfadensiedlung” mit den Straßen Am Knüpp, Eine Leine, Haspelstrick und Kurzes Ende.
Am Leisediek: Ob es hier zwischen Laerstraße und Alarichstraße in Altenbochum leise zugeht, mag dahingestellt werden, denn mit Lautstärke hat der Name nichts zu tun. Vielmehr stammt er von einer alten Flurbezeichnung.
Quelle: Stadt Bochum, Vermessungs- und Katasteramt 2004
Alle Folgen unserer Straßennamen-Serie finden Sie im Internet unter „Bochumer Serien” auf www.derwesten.de/bochum. Die Serie stellt alphabetisch eine Auswahl der rund 1 900 Bochumer Straßennamen vor.












